Der Integrations-Befehl – Spaltung geht auch ohne “Flüchtlinge”

Integration bedeutete einst die freiwillige Aufnahme, der Mit-Einbezug zum beid- oder allseitigen Besten. Schleichend aber zielgerichtet wurde der Begriff über Jahre hinweg umgedeutet. Heute ist der/die zu Integrierende grunsätzlich ein Opfer und “gut”, der Integrierer immer ein potentieller Feind und damit potentiell “böse”.

In diesem Verständnis muss das“Gute”gefördert, also allimentiert, das “Böse” zur Busse durch Bezahlung gezwungen werden. Die aufs bizarrste ritualisierte Lehre von der Politischen Korrektheit lieferte dazu den detaillierten Katalog der “dos” und “don’ts” nach. Die Droh-Masche von der sozialen Ächtung im Fall des Nicht-Respektierens, bzw. des Nicht-Knieens vor dem Altar der PC funktionierte. Wer sich nicht in die Reihe frenetischer Klatscher eingliederte, muckte wenigstens nicht auf.

So gelten Kunstschaffende, die auf Kosten der Steuerzahler ausschliesslich unterhaltungs- und publikumsfreie sogenannt kritische Stücke mit dunklen verschmierten Bühnenbildern und Bankenlogos spielen als gut. Eine imaginäre Gruppe, die das Anliegen “Stillen in der Öffentlichkeit als sexuelle Belästigung” vertreten würde, gälte als böse.

Beides Extrem-Beispiele. Im tiefsten biedersten Alltag ist es indes nicht anders. Ein Lehrer, der den Eltern vollkommen erziehungsunbelasteter Kleinstegomanen nicht auf Knien dafür dankt, ihre Brut den Unterricht stören lassen zu dürfen und sie zu integrieren, ist nicht PC. Arbeitgeber oder Lehrmeister, die nicht in empatischster An-den-Lippen-Kleb-Haltung auf die Forderungen des Bewerbers eingehen, sonder die Dreistigkeit haben, selber zu fordern, sind Rassisten und übelste Diskriminierer. Leute, die das fremdfinanzierte Zelebrieren des Alleinerziehertums nicht kritiklos als Bereicherung feiern sind Sozial-Chauvinisten und grundlegend non grata.

Heute klafft zwischen dem Guten und dem Bösen ein Graben mit Eiserner-Vorhang-Qualitäten. Auf der einen Seite die exzentrisch gequälten Forderer, auf der anderen die zu geballtem Mitleiden durch Fragloses-Akzeptieren-und-Bezahlen Verdonnerten. Von den Kollateralschäden dieser sogenannten sozialen Gerechtigkeit spricht indes keiner. Das ist Spaltung. Flüchtlinge waren dazu nicht notwendig. Es ist lediglich eine zu allimentierende Opfergruppe mehr.

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