Das Recht, überrascht zu sein, haben nur Komapatienten

Von Franz Bettinger

Michel  Houellebecq’s Roman ‚Unterwerfung‘ beschreibt ein Land, das sich seiner selbst überdrüssig dem Islam unterwirft und aufgibt, wofür es jahrhundertelang gearbeitet hat: Kultur, Freiheit, Wohlstand und Emanzipation. Nun wird es – La Merkel sei Dank – Deutschland noch vor Frankreich schaffen. Die Wirklichkeit, dieser unermüdliche brave Maulwurf, arbeitete auf Houellebecq’s Seite. Leider.

Dänemark und Schweden schützen sich vor Dummheit ohne Grenzen und führen wieder Grenz-Kontrollen ein. Fünf Tage haben die Medien den Skandal von Köln zurückgehalten. Die Willkommens-Kultur hatte Vorrang vor den 800 Einzelfälle, die selber schuld waren, als sie in der Nacht von Afrikanern und Arabern angetanzt, an-geflirtet (‚Finger in allen Körperöffnungen‘), vergewaltigt und erleichtert wurden. Man fragt sich, was noch passieren muss, um unsere romantischen Pressewarte und unsere schwarmdebilen Teddybär-Schwenker in die Wirklichkeit zurückzuholen und was unsere auf vier Jahre gewählten Amtseid-Ignoranten dermaßen in Rage bringt, dass sie als erstes vom  Wasser auf die Mühlen der Rechten warnten und den Auftrag vergaßen, dem Volk zu dienen, und ihm stattdessen Gehorsam abverlangten? Viele dieses Neuadels haben Töchter im besten Vergewaltigungs-Alter und Söhne, deren religiös motivierte Ermordung durch einen moslemischen Herrenmenschen mit abgebrochenem Integrationskurs ein deutscher Richter als eine verständliche Affekt-Handlung, eine bloße Ordnungswidrigkeit abnicken wird. Auch dem besten Gutmenschen sollte langsam aufgehen, dass da kein Ende der Fahnenstange in Sicht ist.

Die RAF war ein harmloser Haufen gegen das, was uns nun droht. Leicht zu bauende und aus sicherer Entfernung mit dem Handy auslösbare Sprengfallen wie in Ramadi gefällig? Die sind schon unterwegs auf der offenen Balkanroute – Richtung gelobtes Land. Der asymmetrische Bürgerkrieg von  Kamikaze-Kriegern gegen Weicheier wird nicht zu gewinnen sein. Es wird bald nicht mehr um Grenzen, Obergrenzen und freiheitliche Grundwerte gehen, sondern ums nackte Überleben. In fünf Jahren, wird es in Dresden so aussehen wie in Neukölln heute und in Neukölln wie in Islamabad.

Die Menschen sind nicht wirklich dumm. Sie haben ein Gespür für das Falsche, Pathetische, Verlogene. Darin gründet meine Hoffnung. Wir bekommen es nun in der BRD (hoffentlich) endlich mit einem echten Klimawandel zu tun. Die ersten Massenmedien, Welt und Fokus, springen schon von Merkel ab und beginnen, Positionen zu revidieren. Irgendwann war die Bereitschaft der Leser, sich die Realität schön reden zu lassen, ja auch erschöpft. Die Menschen draußen im Land finden es nicht witzig, als Rassisten und Rechte bezeichnet zu werden, während ihren Töchtern die Unterwäsche vom Leib gerissen wird. Und was machen unsere IQ-Helden,  Enzensberger und Co? Die sitzen ohne Gebiss im Elfenbeinturm auf ihren Händen und kauen an den Fingernägeln. Nur wenige Eggheads (Intellektuelle, Klugscheißer) haben sich rechts von Merkel positioniert.

Wer bis gestern im Koma lag, darf überrascht sein. Alle anderen, das sage ich euch, haben später keine Ausrede!

„Geht!“

Die angebliche Rede, auf der der Folgetext basiert, hat sich als Hoax herausgestellt. Leider. Wäre der Speach gehalten worden – egal, von wem – hätte die Person in zwei Minuten mehr über das Wesen der Freiheit gesagt, als all jene, die sich, verbal in freiheitlichen Werten herumstochernd, zur eventabhängigen Rede berufen fühlen. Kurz: Freiheit ist Verantwortung. Freiheit ist nicht das Recht, irgendwas zu fordern. Nie, nirgends und von niemandem.  – es sei denn, in Ruhe und Frieden sein Leben leben zu dürfen.

Was jeder reguläre Auswanderer nebst der Aufforderung zur finanziellen Total-Entblössung und mit der Ergänzung „Und bring verdammt noch mal deine eigene Kohle mit!“ vom Zielland zu hören bekommt und als selbstverständlich akzeptiert, gilt nicht, wenn es um „geflüchtete“ und/oder „gerettete“ Menschen muslimischen Glaubens geht. Auch die Tatsache, dass unsereiner ohne aufzumucken Gesundheitsdaten offenzulegen und -checks zu absolvieren hat, während im Fall der „Bereicherer“ bereits ein simpler Aids-Test als diskriminierend und menschenverachtend gilt und (zumindest in der Schweiz) abgelehnt wird, findet in der Migrations-Debatte nicht statt.

In einer so unvernünftigen und verkehrten Welt, die alles daran setzt, sich nicht nur nicht zu schützen, sondern – bitte! – auch preiszugeben, auszuverkaufen und (von innen heraus ebenso, wie von aussen) zu zerstören, ist es mir mittlerweile herzlich einerlei, ob einer, der solches an- und ausspricht, Wahlkampf betreibt und bloss gute PR-liefert: Es ist eine Wohltat, Worte, wie die folgenden der australischen Ministerin Julia Gillard zu hören. Worte, die in ihrer schlichten Selbstverständlichkeit zusammenfassen, was bisher als eine der Grundlagen freiheitlichen Zusammenlebens galt: Die Freiheit, das Leben so zu leben, wie man es sich wünscht, verbunden mit der Pflicht, die ideellen und finanziellen Kosten dafür nicht anderen aufzuhalsen.

Wenn dies heute sofort und reflexartig mit dem grossen „R“ von „rechts“ und „rassistisch“ versehen wird, zeigt das nicht nur auf, wie krank, , unfrei, unvernünftig und unaufgeklärt eine Gesellschaft ist, sondern vielmehr auch, wie unwiderruflich, unerbittlich und gnadenlos sie sich selbst bachab schickt.

Hier der freihändig übersetzte und zusammengefasste Gillard-Speach:

„Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. Akzeptieren Sie es, oder verlassen Sie das Land!

Ich habe es satt , dass Australien sich ständig Sorgen machen soll, ob es Eure Religion beleidigt. Schluss damit! Ich spüre einen zunehmenden Patriotismus bei den Australiern. Wir sprechen englisch, nicht libanesisch, chinesisch oder deutsch. Lernt die Sprache, wenn ihr Teil unserer Gesellschaft werden wollt!

Die meisten Australier sind Christen. Wenn euch das beleidigt, sucht euch einen anderen Teil der Welt als neue Heimat aus. Denn der Gott der Christen ist Teil unserer Kultur. Basta.  Wir verlangen, dass Ihr unseren Glauben akzeptiert und in Frieden mit uns lebt.

Wir geben Euch jede Möglichkeit, die westlichen Errungenschaften zu genießen. Wenn ihr Euch ständig beschwert, wenn Ihr Mitleid sucht, unsere Fahne verbrennt, unsere Werte verachtet, wenn Ihr unseren Glauben und Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch, einen weiteren Vorteil unserer Gesellschaft zu nutzen: Das Recht, das Land zu verlassen. Wenn ihr hier nicht glücklich seit:  Geht!“

 

Operation Gewissensentfernung

Genauso, wie es einfachste ökonomische Grundprinzipien gibt, wie beispielsweise jenes, das da sagt, wo kein Kunde, da kein Markt, scheinen im Handbuch politischer Herrschaftsanleitung Tricks zu existieren, die für ein reibungsloses – sprich: mehrheitlich gewolltes oder ignoriertes – Gestalten und Durchregieren mit dem Ziel des Machtausbaus unerlässlich sind. Einer dieser Tricks ist die Relativierung des Gewissens. Ein Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit bedienender Kniff, der vorgibt, Gewissen – ob gut oder schlecht – sei nie absolut, sei vielmehr temporäres soziales, beziehungsweise materialistisches Konstrukt und tendenziell stets schon überholt. Mehr noch: Was uns heute noch als Gewissen anklage oder freispreche, habe dem modernen Menschen in Wahrheit und durchs Band Menschenrecht zu sein. Alternativlos und im Imperativ: Du kannst dein Gewissen verändern, also musst du es auch verändern wollen. Du kannst es ausschalten, also musst du es auch ausschalten wollen. Was am Schluss dieses „Emanzipation“ genannten Diktats noch Gewissen sein darf, ist die aufgetakelte Armseligkeit wirklichkeitsfremder und geistloser Fernsentimentalität im Ehe-für-alle- oder Refugees-Welcome-Modus.

Im Umkehrschluss wird lynchmobmässig und gerne auch politisch und medial angegriffen, wer es wagt, an diese angeblich voraufklärerische innere Instanz des „Du-sollst“ und „Du-sollst-nicht“ hinzuweisen oder gar zu appellieren. Das macht Sinn. Denn: Gewissen ist die Aufforderung zur Entscheidung für oder gegen Schuld. Für oder gegen Verantwortung. Sowohl Schuld, als auch Verantwortung sind verpönt in einer erneut durchpolitisierten Gesellschaft, in der sich 80 Prozent der Menschen in irgendeinem Lebensbereich als amtlich verifizierte Opfer fühlen dürfen und dafür Leistung verlangen. Egal, in welcher Form – egal, von wem. Und seien es nur die warholschen 15 Minuten Ruhm – heruntergedimmt auf zeitgeistgemäss armselige 15 Minuten Facebook-Mitleid.

Das Verrückte an der Sache: Das Gewissen lässt sich vergewaltigen, umdeuten, zu Brei verarbeiten und zertreten.  Man kann es mit grösster Sorgfalt und pädagogisch nach neuesten Standards in das Papier einer alten Zeitung einwickeln, irgendwo in einem dunklen stinkenden Hinterhof deponieren und versuchen, es zu vergessen. Töten lässt es sich offenbar allen Bemühungen zum Trotz nicht. Der Umstand, dass es Themen gibt, bei deren Diskussion alle Stricke in punkto Contenance, Respekt, Manieren und minimalen Anstands reissen sobald einer es wagt, vom Verantwortungs- und Schuldgedanken her zu argumentieren, spricht für sich. Ebenso die Tatsache, dass im Umkehrschluss teilweise fast schizophren anmutende Geistes-Spagate vollführt werden, um Entwicklungen, Sachverhalte und aus individuellem Handeln resultierende Konsequenzen als persönlichem Einfluss entzogen darzustellen und einem „modernen Gewissen“ zuzuordnen.

Darf man beispielsweise im Zeitalter krampfhaft fröhlichen Patchworks der Meinung sein, dass Trennung oder Scheidung von Elternpaaren Gewalt ist? Dass, wenn Familien zerbrechen (auch das keine politisch korrekte Formulierung), auch Kinder zerbrechen? Weil sie zerrissen werden zwischen zwei natürlichen Polen, deren beider sie naturgemäss und notwendigerweise bedürfen? Darf man beim Thema Abtreibung – pardon: Abbruch ungewollter Schwangerschaften – darauf hinweisen, dass die Fristen bei der sogenannten Fristenlösung nicht eine „rote Linie“ zwischen Zellklumpen und Kind darstellt, sondern ausschliesslich eine zwischen technisch machbar und technisch nicht machbar in Bezug auf die Absaugmethode? Darf man den Umstand, dass der Arzt nach erfolgtem Eingriff die Gewebeteile auf ihre Vollzähligkeit kontrolliert, dahingehend interpretieren, dass, wo Teile identifiziert werden, nicht von einem amorphen Fleischklumpen die Rede sein kann, und darf man das auch erwähnen? Darf man Bezügern – und zwar allen – von Transferleistungen ins Gesicht sagen, dass sie Schmarotzer sind und dass ihr Lebenskonzept zumindest teilweise auf dem parasitären Grundsatz des „Lebens auf Kosten anderer“, auf Klauerei basiert? Das also, was man gerne und oft den bösen Grosskonzernen und überhaupt der Wirtschaft vorwirft? Darf man darauf hinweisen, dass in erster Linie wir als Konsumenten und nicht die Unternehmer für Kinderarbeit, Tiermisshandlung im Mast- und Schlachtbetrieb, Ausbeutung und Umweltschäden verantwortlich sind, weil, wie man in der Schweiz sagt, keine Geiss der Welt das oben erwähnte einfachste aller ökonomischen Prinzipien wegschleckt, dass, wo kein Kunde ist, auch kein Markt existiert?

Darf man? Natürlich darf man. Wer die fürchterliche Unbeirrbarkeit scheinargumentativer Schlagwaffen nicht fürchtet, wer nicht Arzt ist oder sonst einen Job zu verlieren hat, wer keine Freunde braucht, keine Kinder hat, die aufgrund falscher Meinungen gemobbt werden können oder Wähler, von denen er lebt, der sei dazu herzlich eingeladen. Die Bezeichnungen „Ewiggestriger“, „Chauvinist“, „Nazi“ oder „Frauenfeind“ bilden in der Folge oft nur das Präludium eines Begrifflichkeitsreigens, der sich nicht selten rasch einer Sprache zuneigt, die ihren Wortschatz aus den Tiefen des Verdauungs- und Fortpflanzungsvorgangs schöpft. Ende der Diskussion. Oder anders gesagt: Wo Gewissens- und Schuldfragen ins Spiel gebracht werden, explodiert etwas.

Zusammenfassen lässt sich die Sache der Zu-Boden-Schreier oft als eine Art totalen Freispruchs. Freispruch des Menschen von jeder Art von Schuld. Sie wird nicht nur abgelehnt, sondern schlicht geleugnet. Der fortschrittliche und emanzipierte Mensch ist sich dann auch nicht zu schade, von der Gesellschaft, dem Umfeld, Schicksal, Umständen und Gerechtigkeit zu schwafeln, wo in Wahrheit nur eines richtig ist: Ich bin schuld. Ich allein.

Widersprüche wie jener, dass Kindern, denen mit roher Gewalt und aus egoistischen Gründen die Chance auf die natürlichste Entwicklung mit Vater und Mutter genommen wird, Gewalt als grundsätzlich schlecht verboten wird – auch dann, wenn es darum geht, sich zu wehren – können da schon mal unter den Tisch fallen. Davon dass sie alternativlos und chancengleich auf die Bewältigung des Lebens vorbereitet werden, indem man sie via behördliche Kompetenzvermittlung auf gar nichts vorbereitet und damit jeder willkürlichen potentiellen Gewalt preisgibt während man sie ansonsten der staatlichen und totalen Durchdiagnostizierung – genannt Förderung – überlässt, ganz zu schweigen. Hauptsache, die Schuldfrage ist auch hier von Anfang an geklärt: Nicht die Eltern versagen, der Staat tut es. Und wenn nicht er, dann die Gesellschaft.

Ähnlich Widersprüchliches im Fall des Arztes, der Gewissensfreiheit einfordert und sich weigert, Abtreibungen vorzunehmen: Politik, Arbeitgeber, Patienten und Kollegen ächten die Haltung als überholt, menschenrechtswidrig und diskriminierend und begründen die Aufforderung zur sofortigen Kündigung, beziehungsweise das behördlich abgesegnete Mobbing damit, dass es unfair sei, sie mit der „belastenden Situation“ alleine zu lassen, anstatt sein Teil dessen, was nicht bekannt und keinem angelastet werden darf – Schuld – zu tragen. Widerspruch? Fehlanzeige. Dass an grotesker Scheinheiligkeit kaum zu überbieten ist, wenn Beamte und Leute, die von dem leben, was andere sich Stunde um Stunde verdienen, von sich selbst als Dienstleistern, Klienten und Kunden sprechen, braucht kaum erwähnt zu werden.

Der Beispiele gibt es Legion. Das gesamte Leben eines Menschen darf heute ohne rot zu werden mit diesem Opfer-Fokus durchdekliniert werden. Und es wird durchdekliniert. Genannt wird es „Befreiung“. Das grosse Missverständnis, die politisch gewollte und gesellschaftlich zur Wahrheit erhobene Lüge: „Du bist schuld!“ ist das finstere inquisitorisch Böse schlechthin. Schuld ist nur dann politisch korrekt, wenn sie einem anonymen Kollektiv – der Gesellschaft, dem Staat – zugeordnet und das Individuum in jedem Fall entlastet werden kann.

Falsch! „Du bist schuld“ ist einer der wunderbarsten Sätze, die es im Leben eines Menschen geben kann. Schuld sein heisst Verantwortung haben. Verantwortung tragen, heisst gehandelt haben. Handeln heisst entschieden haben. Entscheiden dürfen heisst frei sein. Kurz: Ohne Schuld, keine Freiheit.

Ob man es nun innere Stimme, Gotteswissen, höheres Wissen, Instinkt, Stoppschild oder natürliches Prinzip nennt: Das Gewissen ist unser Gradmesser für Schuld. Und damit für persönliche Freiheit. Jeder, der uns einzureden versucht, das Gewissen sei ein volatiles und einzig dem Materiellen unterworfenes Konstrukt, der will in Wahrheit nur eines: Form- und lenkbare Menschenmassen, die ihre Gewissenskonflikte zum Preis der Gewissensfreiheit an eine höhere Instanz abgeben. Sklaven.

Die Tatsache, dass wir heute ein weiteres Mal soweit sind, dass nicht wenige im Namen einer verunstalteten Gerechtigkeit und einer perversen Kultur des Korrekten bereit sind, diese Freiheit des Gewissens per Gesetz zu beschränken – beschränkte Freiheit, welch ein Hohn! – zum „Wohl der Gesellschaft“ als Ganzes, gegen Diskriminierung, für den Frieden oder wahlweise eine dekretierte Solidarität, zieht wie ein kalter Luftzug durchs Land. Denn: Die Grenze, zwischen jenen, die Freiheit via Verbot, Frieden via Gewalt, Gerechtigkeit via Zwang und Solidarität per Diktat fordern und denen, die solches ablehnen, ist längst nicht mehr bloss eine zwischen Meinungen und Worten. Sie ist real und wird täglich realer. Es ist eine Grenze zwischen wirklichen Welten: Der Welt freier Menschen, die das grenzenlose Beschenktsein mit Verantwortung annehmen und leben und der Welt ferngesteuerter Wesen, die jede  Instinktsicherheit des Menschseins verloren haben und längst Haustiere der niedrigsten Gattung sind.

Mehr als alles Beileidigen, Beschimpfen und Bedrohen ist es dieses „feine Wispern von Rattenkrallen“ (Faulkner), das einen frösteln lässt. Der Trost: Das Gewissen überlebt. Uns alle und immer.

 

 

Bitte einmal den Abfluss runter

Sommer – die schönste Zeit des Jahres. Die grossen Ferien. Die Tierheime sind voll.
Auf Nachfrage sagt der Leiter des örtlichen Tierheims, das seit zwei Wochen keine Neuzugänge mehr aufzunehmen in der Lage ist, aus, bei den Aussetzungswilligen handle es sich seiner Erfahrung nach zum grössten Teil um Familien mit Kindern.
Drei Szenarien aus nächster Nähe: Familie mit zwei Kindern schenkt letzteren einen Hund zu Weihnachten. Hund ist süss. Nach zwei Monaten ist der Hund nicht mehr süss. Er verbringt seine Tage in der Garage, was nicht spurlos an seinem Verhalten vorübergeht. Zur Erziehung wird der überdrehte Hund heute ohne Not mit dem Kopf an den Boden gedrückt und mit den dreizehnjährigen Füssen des Älteren traktiert.


Fall zwei: Ein Mädchen ist verrückt nach Pferden. Die Eltern, mittlerer Mittelstand, besorgen ein Pferd. Kurz ist das Pferd der Held der Familie. Das Mädchen, das in den Reitstunden „gehobene Leute“ kennenlernt, und an Wochenenden von seinen Eltern hunderte von Kilometern gekarrt wird um an den Veranstaltungen seiner neuen Freunde teilzunehmen findet heute, nur „reinrassige Araber“ seien es wert, von ihm geritten zu werden. Sein Geschenkpferd steht derweil auf der Weide, verfilzt, abgemagert und zurzeit kaum in der Lage zu gehen, weil aufgrund viel zu lange nicht beschnittener Hufe die Sehnen an den Vorderläufern entzündet sind.


Fall drei – wieder ein Hund. Wieder ein Geschenk für die Kinder. Entwicklungsschritte der Beziehung Familie-Hund: Hausverbot, Bellverbot mittels Training mit Elektro-Halsband, Bewegungsverbot im Garten mit derselben Methode, Kette, viel Sonne, kein Wasser, Hunde tot.


Eine Gesellschaft, die so mit ihren Tieren umgeht, Menschen, deren von Selbstverantwortung und ökonomischen Grundkenntnissen vollkommen unbelastetes Bürgergejaule gegen Grosskonzerne an den Fleischtheken und Kassen der Billiganbieter verstummt, Menschen, die Eltern von behinderten Kindern fragen, ob „das nicht verhindert hätte werden können“ (Fall Elija, Schweiz), die zu hunderttausenden abtreiben (80% davon aus „psychologischen Gründen“ – aka: Es passt grad nicht) und die aus dem, was geboren werden darf, eine Art empathieloser Ego-Gottmaschinen heranzüchtet, hat es verdient, den Abfluss runter zu gehen. Egal, ob via Dekadenz, Überfremdung, Pleite oder schlichter Lebensunfähigkeit. 

Hassverbot. Und was danach kommt.

Von Franz Bettinger und Frank Jordan

Im  Sozialismus wurde behauptet, das Grundproblem sei die Ausbeutung des Menschen. Wenn die Ausbeutung erst mal abgeschafft sei, käme alles in Ordnung. Das war bekanntlich bloß die Begründung für eine noch viel schärfere Versklavung des Menschen. Schon Schulkinder wurden damals in der DDR mit der hinterfotzigen Frage hereingelegt: „Du bist doch auch gegen den Krieg, oder?“ Heute werden Schulkinder aus dem gleichen Grund gefragt: „Du bist doch auch gegen Hass, oder nicht?“ – Hass ist ein Gefühl. Gefühle sind da oder nicht. Sie sind Ergebnisse, nicht wirklich beeinflussbar. Somit sollte es keine Rolle spielen, ob ich jemandem eine Ohrfeige verpasse, weil ich ihn hasse oder – im Gegenteil – liebe. Die Ohrfeige ist als Körperverletzung straffähig, basta. Die Umstände – zum Beispiel eine verständliche Begründung – können zu einem milden Urteil führen – ja. Sie dürfen aber nicht zu einer Schlechterstellung führen. Es darf keine Rolle spielen, ob ich aus Geiz Steuern hinterziehe, oder weil ich unseren Staat für einen Räuberstaat halte, oder weil ich Merkel hasse.

Tut es aber. Und zwar seit dem 14. April 2012. Damals beschloss die Merkel-Regierung eine tiefgreifende Gesetzesänderung, mit der – auf den ersten Blick nachvollziehbar – menschenverachtende oder fremdenfeindliche Beweggründe des Täters unter dem Schlagwort  Hass-Kriminalität  strafverschärfend wirken sollen. Das Strafrecht wurde zur Auslegungs-Sache. Der § 46 Abs. 2 StGB war die Einführung von Gesinnungs-Justiz. Es ist die alte Erzählung vom Guten und vom Bösen – oder: vom bösen und vom sehr bösen Täter. So lautet das Narrativ.

Das Narrativ, die Erzählung, Legende, hat das Wort ‚Information‘ verdrängt. Storytelling ist Trumpf auf der Strasse. Das wissen Marketingprofis genauso, wie Journalisten und Politiker. Ganz unverblümt teilt man uns das mit. Und es wird geschluckt. Das Narrativ ist in aller Munde, und die wenigstens wissen, worauf sie da herum kauen. Hauptsache, es löst die richtigen Gefühle aus. Das Resultat: Heute kann die Politik machen, was sie will, es steht längst keiner mehr auf. Oder aber erst dann, wenn Fakten geschaffen wurden. Genau da stehen wir. Das Zurück wird sehr schmerzhaft sein. Und wieder wird der nachwachsende Rohstoff, der deutsche Bürger, die Zeche zahlen. Das wissen die da oben. Nur der da unten, der Nachwachsende, der will es nicht wissen. Nun, hier muss ein kleiner Einschub erfolgen, leider keine V-Theorie, sondern eine echte Verschwörung: (siehe Artikel: UN Migrations-Agenda – Mit Eid gegen das Volk)

Ab Herbst werden – direkt nach der Bundestagswahl – die von unseren Schlepp-Diensten herangeschafften 15 Millionen Zugriffswilligen aus Afrika und Nahost unser Land in Besitz nehmen. Ab der Sekunde, wo sie den Fuß in unser Land gesetzt haben, werden sie Anspruch auf eine lebenslange Vollversorgung haben für sich und die noch außerhalb wartende Verwandtschaft, mit einem vom Staat finanziertem Klagerecht, falls es nicht schnell genug vorangeht. Ab der ersten Sekunde kann jeder über die Grenze spazieren – und sich anschließend weiter außerhalb unserer Gesetze bewegen, wie die Verdichtung des Straßen-Terrors bereits heute überdeutlich beweist. Wer sich die Monstrosität der totalen Verluderung, die Deutschland ab 2018 erwartet, vor Augen führen will, der schaue nach Paris, Marseille, Calais oder nach Malmö.

Radikal förderte die Asylkrise bisher völlig Unterirdisches zutage: Medien und „Eliten“ erkennen wie selbstverständlich die Existenz eines indigenen deutschen Volkes nicht nur nicht mehr an, nein, sie scheinen die These nicht mal für diskutabel zu halten. Eine übergeschnappte Kanzlerin beharrt auf einem universellen  Menschenrecht auf Einwanderung in den deutschen Wohlfahrtsstaat. Und unser Establishment tut – anders als der staunende Rest des Westens – als sei diese Extremposition die natürliche politische Haltung eines jeden moralisch anständigen Mitbürgers. Als sei es nie anders gewesen. Das Volk aber reibt sich die Augen. Nein, nur ein Teil des Volkes. Der andere Teil kramt vergessene Teddybären und abgelegte Kleider hervor. Endlich wieder Sinn im Leben. Die Schlacht hat begonnen.

Der radikale No-borders-Egalitarismus konnte sich nur deshalb so unangefochten durchsetzen, weil eine beispiellose  abstoßende Wirkung von seinem Gegenpol, der völkischen Ideologie des National-Sozialismus, ausgeht. Die Tatsache, dass beides politisch gewollter Sozialismus ist und Sozialismus immer Zerstörung und Tod bedeutet, kann da schon mal unter den Tisch fallen. Der assoziative Strudel der Nazi-Idee sorgt dafür, dass eine geschichtliche heimatbezogene Begründung des ganz natürlichen und natürlich bevorzugten Binnen-Altruismus nie artikuliert wird . Allein schon „deutsches Volk“ hinzuschreiben gleicht einer Tabu-Verletzung. Ich schreibe es aus Trotz trotzdem immer wieder hin. Zurück zu unseren Emotionen.

Ein Verbot des Hasses kann keine guten Folgen haben. – Alle Gefühle haben einen evolutionären Sinn: Ohne Vorsicht und Angst gibt es kein Überleben. Ohne Freude und Liebe keine sozialen Bindungen. Ohne Neid und Machtgelüste keinen Antrieb. Ohne Zuneigung und Trauer kein Familien-Zusammenhalt. Ohne Ekel Vergiftungen. Ohne Scham Dauerschwangerschaft. Ohne Wut und Zorn kein sich Wehren. Denkt es zu Ende!

P.S.  Wer sich in punkto V-Theorie und Traumdestination Deutschland auf die deutsche Bundeskanzlerin berufen möchte, die gerade letzthin wieder versicherte, sie werde „nicht aufhören“ über das 2015 angedachte und bisher in diesem Stadium verbliebene Projekt „Flüchtlingsverteilung nach gerechtem Verteilschlüssel“, „zu sprechen“, dem seien die Fakten nahegelegt: Das Programm ist – so ergaben Recherchen der Schweizer „Weltwoche“ – eine reine Farce. Der Grund sind die EU-Regeln, die eine Person zur Berechtigung am Verteilprogramm qualifizieren. Mitmachen bei der grossen Distribution dürfen nach diesen Kriterien Menschen von den Karibikinseln der Bahamas, aus dem Himalaja-Königreich Butan, oder aber aus Katar, Bahrain und den Vereinigten arabischen Emiraten. Dass die grosse Masse jener, die nach Europa streben, anderswo herkommt, braucht hier nicht erklärt zu werden. Zurzeit erfüllen ganze 11’300 Asylverlangende die Anforderungen der angeblich verteilwilligen EU.

 

Das „G“ in G20 – It’s globalism, stupid

Von Franz Bettinger und Frank Jordan

Globalisierung (engl. Globalisation) ist die Beschreibung einer geschichtlichen Periode, einer Tatsache. Sie begann Mitte der 90-er, hatte den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapitalströmen weltweit zum Gegenstand und kann heute als gelungen gelten.  Globalisierung ist nichtsdestoweniger das Hassobjekt der Linken, da sie Lohn-Dumping, Umwelt-Dumping und steigende Gewinne global tätiger Unternehmen fürchten – dies ganz unbelastet von ökonomischem Sachverstand und Kenntnis der Funktionsweise eines freien Marktes.  Konservative haben kein Problem mit der Globalisierung.
Globalismus (engl. Globalism) ist etwas ganz anderes. Es ist eine Idee, besser gesagt: eine Ideologie. Im Gegensatz zur Globalisierung geht es dem Globalismus um weltweiten ökonomischen, kulturellen und vor allem ethnischen Marxismus, oder anders gesagt: um Gleichmacherei. Die Auslöschung kultureller und ethnischer Verschiedenheit betreibt er militant und mit enormem finanziellen Aufwand unter dem Deckmantel der bunten Vielfalt, deren Vernichtung aber in Wahrheit sein Hauptanliegen ist. Massenmigration in die Länder Europas und der Islam, das sind die Brechstangen im globalistischen Werkzeugkasten. Einheitswährung, Plastikgeld, die Abschaffung von Bargeld, die UNO und unzählige private NGOs gehören ebenso dazu. Der radikale Umbau des Planeten – der der kleinsten ethnischen Minderheit (den Weißen) keinen Platz zum Leben mehr lässt – wird als Ergänzung der Globalisierung verkauft, was sachlich falsch ist. Für Konservative ist der Globalismus der natürliche Feind, vernichtet er doch alle Kulturen der Welt. Linke – in dieser politischen Ecke fehlt es eklatant an Intelligenz – verstehen diese Zusammenhänge nicht.

Oder anders gesagt:
Globalisierung ist eine Effizienz-Steigerung der Marktwirtschaft. Wer nach der vielbeschworenen Verantwortung der international tätigen Unternehmen, beziehungsweise nach Regulierungen und Kontrolle durch den Staat schreit: Der Kunde entscheidet. Immer. Sie und ich. Wo kein Kunde, da kein Markt. Der Staat heute verbessert an einer echt oder eingebildet ausbeuterischen Situation gar nichts. Er verzerrt lediglich die Märkte und macht es durch Insider-Deals und Kartellförderung unmöglich, dass die Wirtschaft jene Arbeitsplätze zur Verfügung stellen kann, die es braucht, um Wohlstand zu schaffen.
Globalismus dagegen ist eine unmenschlichen Privat-Religion, die ein absolutistisches, totalitäres, feudal-kommunistisches System errichtet.

Kurz: Es bleibt sich immer gleich – es heisst: „Markt oder Befehl“ (Roland Baader). So einfach ist das im Grunde.

PS:  Was in der Berichterstattung um die Krawalle in Hamburg unterging, ist die Tatsache, dass es trotz gegenteiliger Behauptungen unserer Regierung möglich ist, unsere Grenze zu kontrollieren. Laut Focus wurden durch die Grenzkontrollen wegen des G20 Gipfels 600 Straftäter gefasst, die nichts mit den Krawallen zu tun hatten. Wie viele Straftäter würden wohl gefasst, würde die Grenze immer kontrolliert? Wer die innere Sicherheit den jetzigen Parlamentariern anvertraut, wird schon sehr bald in einem brennenden, vermüllten und Graffiti-verschmierten Endzeit-Moloch aufwachen. Dazu erklingen dann die Bongotrommeln und Tröten der Links-Autonomen, nebst dem Geplärre der Muezzin.

Armes Deutschland

Gastbeitrag von Franz Bettinger

Was der Patriot Act nach 9/11 für die US-Amerikaner war, das waren für uns die 13 Grundgesetz-Änderungen vom heutigen Tag! Spätestens jetzt kann jeder Bürger wissen: er ist schutzlos einer Willkür-Mehrheit ausgeliefert. Auf das Grundgesetz ist kein Verlass mehr. Insgesamt wurden innerhalb weniger Stunden vor einem fast leeren Plenum  13 Grundgesetz-Änderungen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beschlossen, darunter die Ehe für alle, das  Zensur-Gesetz gegen fake news und hate speech, die Zulassung von  Staats-Troianern (das Ausspähen aller Bürger, auch unverdächtiger), die Abschaffung des Bankgeheimnisses und die Privatisierung der Autobahnen. Öffentliche Diskussionen: null. Parlamentarische Debatten: null.

Das Gewissen der Abgeordneten wird nur noch in Ausnahmefällen und auf ausdrückliche Anordnung der Kanzlerin befragt. Noch nie in der Geschichte der BRD hat sich eine Regierung so kaltschnäuzig über den Geist und Wortlaut des Grundgesetzes hinweg gesetzt. Noch nie wurde das Grundgesetz so geringschätzig behandelt. Es hat sich leider im Bundestag eingebürgert, keine geheimen Abstimmungen zuzulassen, sondern nur namentliche. Das bedeutet: die Abgeordneten werden der Partei-Disziplin unterworfen. Bei Zuwiderhandlung drohen Ausschluss und Schlimmeres. Es ist ganz einfach: Wir leben de jure in einer Demokratie, de facto aber in einer Diktatur.

Das Besondere am heutigen Tag: Ab jetzt existiert die  Meinungsfreiheit nicht mehr. Aber auch das Bankgeheimnis ist abgeschafft. So nebenbei, mit einem Federstrich. Nun weiß ich, wie das 1933 gelaufen ist. Solches läuft nur bei einem Volk, das aus feigen Spießern besteht. In Frankreich hätte man schon die Arbeit niedergelegt, die Mistgabeln raus geholt, Straßen blockiert und das Innenministerium angesteckt. Mein Gott, wer wählt so etwas? Diese Frage stellt sich mir immer wieder. Die Antwort: Die Mehrheit. Armes Deutschland!