Hassverbot. Und was danach kommt.

Von Franz Bettinger und Frank Jordan

Im  Sozialismus wurde behauptet, das Grundproblem sei die Ausbeutung des Menschen. Wenn die Ausbeutung erst mal abgeschafft sei, käme alles in Ordnung. Das war bekanntlich bloß die Begründung für eine noch viel schärfere Versklavung des Menschen. Schon Schulkinder wurden damals in der DDR mit der hinterfotzigen Frage hereingelegt: „Du bist doch auch gegen den Krieg, oder?“ Heute werden Schulkinder aus dem gleichen Grund gefragt: „Du bist doch auch gegen Hass, oder nicht?“ – Hass ist ein Gefühl. Gefühle sind da oder nicht. Sie sind Ergebnisse, nicht wirklich beeinflussbar. Somit sollte es keine Rolle spielen, ob ich jemandem eine Ohrfeige verpasse, weil ich ihn hasse oder – im Gegenteil – liebe. Die Ohrfeige ist als Körperverletzung straffähig, basta. Die Umstände – zum Beispiel eine verständliche Begründung – können zu einem milden Urteil führen – ja. Sie dürfen aber nicht zu einer Schlechterstellung führen. Es darf keine Rolle spielen, ob ich aus Geiz Steuern hinterziehe, oder weil ich unseren Staat für einen Räuberstaat halte, oder weil ich Merkel hasse.

Tut es aber. Und zwar seit dem 14. April 2012. Damals beschloss die Merkel-Regierung eine tiefgreifende Gesetzesänderung, mit der – auf den ersten Blick nachvollziehbar – menschenverachtende oder fremdenfeindliche Beweggründe des Täters unter dem Schlagwort  Hass-Kriminalität  strafverschärfend wirken sollen. Das Strafrecht wurde zur Auslegungs-Sache. Der § 46 Abs. 2 StGB war die Einführung von Gesinnungs-Justiz. Es ist die alte Erzählung vom Guten und vom Bösen – oder: vom bösen und vom sehr bösen Täter. So lautet das Narrativ.

Das Narrativ, die Erzählung, Legende, hat das Wort ‚Information‘ verdrängt. Storytelling ist Trumpf auf der Strasse. Das wissen Marketingprofis genauso, wie Journalisten und Politiker. Ganz unverblümt teilt man uns das mit. Und es wird geschluckt. Das Narrativ ist in aller Munde, und die wenigstens wissen, worauf sie da herum kauen. Hauptsache, es löst die richtigen Gefühle aus. Das Resultat: Heute kann die Politik machen, was sie will, es steht längst keiner mehr auf. Oder aber erst dann, wenn Fakten geschaffen wurden. Genau da stehen wir. Das Zurück wird sehr schmerzhaft sein. Und wieder wird der nachwachsende Rohstoff, der deutsche Bürger, die Zeche zahlen. Das wissen die da oben. Nur der da unten, der Nachwachsende, der will es nicht wissen. Nun, hier muss ein kleiner Einschub erfolgen, leider keine V-Theorie, sondern eine echte Verschwörung: (siehe Artikel: UN Migrations-Agenda – Mit Eid gegen das Volk)

Ab Herbst werden – direkt nach der Bundestagswahl – die von unseren Schlepp-Diensten herangeschafften 15 Millionen Zugriffswilligen aus Afrika und Nahost unser Land in Besitz nehmen. Ab der Sekunde, wo sie den Fuß in unser Land gesetzt haben, werden sie Anspruch auf eine lebenslange Vollversorgung haben für sich und die noch außerhalb wartende Verwandtschaft, mit einem vom Staat finanziertem Klagerecht, falls es nicht schnell genug vorangeht. Ab der ersten Sekunde kann jeder über die Grenze spazieren – und sich anschließend weiter außerhalb unserer Gesetze bewegen, wie die Verdichtung des Straßen-Terrors bereits heute überdeutlich beweist. Wer sich die Monstrosität der totalen Verluderung, die Deutschland ab 2018 erwartet, vor Augen führen will, der schaue nach Paris, Marseille, Calais oder nach Malmö.

Radikal förderte die Asylkrise bisher völlig Unterirdisches zutage: Medien und „Eliten“ erkennen wie selbstverständlich die Existenz eines indigenen deutschen Volkes nicht nur nicht mehr an, nein, sie scheinen die These nicht mal für diskutabel zu halten. Eine übergeschnappte Kanzlerin beharrt auf einem universellen  Menschenrecht auf Einwanderung in den deutschen Wohlfahrtsstaat. Und unser Establishment tut – anders als der staunende Rest des Westens – als sei diese Extremposition die natürliche politische Haltung eines jeden moralisch anständigen Mitbürgers. Als sei es nie anders gewesen. Das Volk aber reibt sich die Augen. Nein, nur ein Teil des Volkes. Der andere Teil kramt vergessene Teddybären und abgelegte Kleider hervor. Endlich wieder Sinn im Leben. Die Schlacht hat begonnen.

Der radikale No-borders-Egalitarismus konnte sich nur deshalb so unangefochten durchsetzen, weil eine beispiellose  abstoßende Wirkung von seinem Gegenpol, der völkischen Ideologie des National-Sozialismus, ausgeht. Die Tatsache, dass beides politisch gewollter Sozialismus ist und Sozialismus immer Zerstörung und Tod bedeutet, kann da schon mal unter den Tisch fallen. Der assoziative Strudel der Nazi-Idee sorgt dafür, dass eine geschichtliche heimatbezogene Begründung des ganz natürlichen und natürlich bevorzugten Binnen-Altruismus nie artikuliert wird . Allein schon „deutsches Volk“ hinzuschreiben gleicht einer Tabu-Verletzung. Ich schreibe es aus Trotz trotzdem immer wieder hin. Zurück zu unseren Emotionen.

Ein Verbot des Hasses kann keine guten Folgen haben. – Alle Gefühle haben einen evolutionären Sinn: Ohne Vorsicht und Angst gibt es kein Überleben. Ohne Freude und Liebe keine sozialen Bindungen. Ohne Neid und Machtgelüste keinen Antrieb. Ohne Zuneigung und Trauer kein Familien-Zusammenhalt. Ohne Ekel Vergiftungen. Ohne Scham Dauerschwangerschaft. Ohne Wut und Zorn kein sich Wehren. Denkt es zu Ende!

P.S.  Wer sich in punkto V-Theorie und Traumdestination Deutschland auf die deutsche Bundeskanzlerin berufen möchte, die gerade letzthin wieder versicherte, sie werde „nicht aufhören“ über das 2015 angedachte und bisher in diesem Stadium verbliebene Projekt „Flüchtlingsverteilung nach gerechtem Verteilschlüssel“, „zu sprechen“, dem seien die Fakten nahegelegt: Das Programm ist – so ergaben Recherchen der Schweizer „Weltwoche“ – eine reine Farce. Der Grund sind die EU-Regeln, die eine Person zur Berechtigung am Verteilprogramm qualifizieren. Mitmachen bei der grossen Distribution dürfen nach diesen Kriterien Menschen von den Karibikinseln der Bahamas, aus dem Himalaja-Königreich Butan, oder aber aus Katar, Bahrain und den Vereinigten arabischen Emiraten. Dass die grosse Masse jener, die nach Europa streben, anderswo herkommt, braucht hier nicht erklärt zu werden. Zurzeit erfüllen ganze 11’300 Asylverlangende die Anforderungen der angeblich verteilwilligen EU.

 

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4 Gedanken zu “Hassverbot. Und was danach kommt.

  1. Freunde.

    „Ich sage: Hasst! Hasst, was über uns kommt! Wenn ich das sage, mache ich dann nicht in Wahrheit Platz für die Liebe? Kann nicht auch Gott nur annehmen, indem er zugleich verwirft? Verdammt er nicht um der Liebe willen? Deshalb, aus Liebe zu dem, wonach wir hungern und was man kaputt gemacht hat, deshalb sage ich: Hasst!“ (Joachim Fernau, in seinem Buch „Halleluya, die Geschichte der USA“)

    Darf eine Mutter einen Lustmörder, der ihr Kind misshandelt, vergewaltigt und erwürgt, hassen? Ihr dieses verbieten zu wollen, hieße von ihr Übermenschliches verlangen, nicht wahr? Ich gehe noch weiter. Ich sage, eine Mutter darf den Schänder und Mörder ihres Kindes auch dahin metzeln. Zorn und Wut allein gäbe ihr dazu nicht die Kraft. Hass schon. Das ist die evolutionär sinnvolle Funktion des Hasses! Ausreichend zu motivieren. Nein, Hass zu empfinden ist NICHT verwerflich. Ohnehin:

    Der Hass fragt nicht nach Rechtfertigung. Er entsteht, ist dann da, und basta. Mögen ihn Psychologen und Richter sezieren und sich an ihrem Erfundenen (!) ergötzen, dem Hassenden ist das egal. Er ist sich seiner Selbst sicher. Er braucht kein Abnicken seines Impulses durch die Ratio. Er spürt, was zu tun war oder noch zu tun ist. Der Evolution sei Dank! Wer Michael Kohlhass gelesen hat, weiß, wie Hass entsteht und wieso es des Hasses manchmal bedarf. Denn irgendwann sagt man sich: „Genug ist genug!“

    Im übrigen ist gegen den Hass vorgehen zu wollen ungefähr so effektiv wie gegen das Klima zu kämpfen. Eine Armada von Don Quichotes aber stürmt gegen solche Windmühlen an. Wer die Zahl hassender Menschen in unserem geschundenen Land vermindern will, muss die Ursachen für deren Hass erkennen und beseitigen. Nichts anderes wäre zu tun, als Fairness walten zu lassen. Aber Justitia ist schon lang nicht mehr blind. Sie ist einäugig und schielt mit dem einen Auge aufs Ergebnis. Keine Fackel am Horizont, nein, ein lodernder Scheiterhaufen ist unsere Justitia, ein mahnendes und abschreckendes Menetekel, ein schreiendes Unrecht. Justitia kann mich mal!

    Ich denke, man kann verfemte Worte von viel Ballast befreien, wenn man, ja – wenn man den Stier bei den Hörnern packt, d.h. wenn man in medias res geht und definiert und provoziert. Ha! Und mit der Resozialisierung des Wortes „Hass“ wäre wieder Land gewonnen, ein weiteres Wort der Verunstaltung und Verunglimpfung entrissen. Man muss sie zurückholen, die verbrannten Begriffe, Wort für Wort. – Freilich ist das Unterfangen riskant. An der Front wird scharf geschossen. Aber der Gegner zielt schlecht. Lauter Versager! Wer die besseren Argumente hat, sollte am Ende siegen. – Privat empfehle ich, es so wie Martin Sellner von den Identitären zu machen: Provozieren und aufklären. Es herrscht nämlich über uns eine Diktatur der Worte, die es zu brechen gilt. Möglicherweise braucht man Jahre. Ich sehe keinen anderen Weg, außer die ersten Schritte dahin zu tun.

    Gruß, Franz

    Gefällt 1 Person

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