Kollektivisten-Porno oder das gefährlichste Gift der Welt

April 2017 – Im Rahmen seines World Economic Outlook widmet der Internationale Währungsfonds IWF dem Thema „Ungleichheit“ ganze 50 Seiten. Grob und in Kürze: Unter Ungleichheit wird hier in erster Linie der kleiner werdenden Lohnanteil am Gesamteinkommen der Volkswirtschaften (der IWF nennt es in Volksmärchenmanier „Volksvermögen“) verstanden. Der Befund: Lohnanteile verringern sich, Kapitalerträge erhöhen sich. Resultat: Ungleichheit. Der Bericht hat den Anspruch, „langfristige strukturelle Veränderungen“ zu untersuchen (Zeitrahmen 1991 bis 2014), während „temporäre konjunkturelle Entwicklungen“ aussen vor gelassen werden. Die Hälfte der Schuld an der Ungleichheit wird beim technologischen Wandel verortet. Ausserdem bei der Globalisierung von Handel und Kapitalverkehr, bei Unternehmenssteuersenkungen und zu geringer gewerkschaftlicher Organisationsraten. Die Umkehrung der Diagnose dient denn konsequenterweise auch als Remedur: Gewerkschaftliche Organisationsdichte intensivieren, Steuern erhöhen, längerfristige Umverteilungsmassnahmen „im Sozialvertrag des Landes“ verankern und den Zugang zu Chancen und Gewinn besser verteilen.

Regionale und überregionale Medien berichten. Der Tenor: Der Kapitalismus hat versagt.

Oktober 2017 – Eine entfernte Nachbarin, Französin, Mitte 50 und bekennende Sozialistin, war erstmals für acht (!) Tage in Kuba. Jetzt weiss sie, dass Sozialismus funktionieren kann. Die Gratis-Staatsbildung ist ein Erfolg – die Kinder haben sie auf englisch angebettelt. Alle sind gleich und haben gleich „viel“. Zugegebenermassen ist es ein bisschen blöd, dass die Menschen auf ihren staatlichen Produkt-Zuteilkarten keine Kosmetik-Produkte mehr erhalten. Sie hat dann wie die meisten anderen der Reisegruppe (Billiganbieter!) im Hotel (Kapitalisten!) die Seifen und Tuben geklaut und sie an die Leute verteilt. Das war schön. Die Leute sind nicht nur gleich, sondern auch solidarisch. Dass die Tatsache, dass es keine Bettler auf den Strassen gibt, dem Umstand geschuldet sein könnte, dass keiner was zu geben hat, lehnt sie ab. Keiner braucht zu betteln. Alle haben alles. Und sie ist überzeugt: Raoul hat auch keine Seife. Jetzt ist ihr endlich klar, warum die USA Kuba verteufeln. Die Welt darf auf keinen Fall sehen, dass Sozialismus eben doch funktionieren könnte. Sonst gäbe es vor morgen früh eine Revolution. Die Dame und ihr Ehegatte sind beide als Lehrer im Staatsdienst, Besitzer eines Eigenheims mit zwei Hektaren Land mit grossem Waldanteil und der Meinung, man müsse jetzt endlich von den „Reichen“ die Kohle holen, um die Ungleichheit zu bekämpfen. 

20. Oktober – Ein Artikel in der „Welt“ nimmt erneut sich der Einsichten des IWF an. Diesmal redaktionell outgesourced an einen „Experten“ – Thomas Straubhaar, Professor für Internationale Wirtschaftszusammenarbeit an der Universität Hamburg. Auf Details, dass im Fall der IWF-diagnostizierten Ungleichheit nicht in erster Linie die Einkommen an sich, sondern die Lohnanteile am Gesamteinkommen der Volkswirtschaften gemeint sind, ist er gar nicht erst angewiesen. Warum auch die Möglichkeiten, die das vage Reizwort „Ungleichheit“ bietet, verschenken, wenn sie einem frei Haus vom „Gralshüter des Kapitalismus“ geliefert wird? Seine Botschaft: Umverteilung. „Endlich!“ ruft er und wirft nun alles hinein in das Textlein, was den Leser auf Schülerzeitungsniveau in die richtige Richtung lenken soll: Wirtschaftswachstum allein mache den Menschen nicht glücklich und schliesslich habe der eben gekürte Wirtschaftsnobelpreisträger Richard Thaler bewiesen, dass der Mensch irrational handle, was ihn zum Opfer und lenkungsbedürftig mache. Ausserdem sei es der Mangel an sozialer Teilhabe – das habe die Bertelsmann-Stiftung herausgefunden – die die „Enttäuschten und Frustrierten“, die „Unverstandenen und Ungehörten gegen jegliche marktwirtschaftliche Vernunft“ in die Arme von BREXIT, The Donald und der AfD getrieben habe.  Fehlen nur noch Umweltzerstörung und Klimawandel. Und da sind sie schon. Ihnen verdanken wir „die allgemein akzeptierte und deshalb weit verbreitete Politik der Nachhaltigkeit der letzten Dekaden“. Da erstaunt dann die robuste Auslegung der IWF-Therapie auch nicht mehr: Bedingungsloses Grundeinkommen, Kapitaleinkommen höher besteuern, Steuerbasis verbreitern und Möglichkeiten zu Steuervermeidung, -hinterziehung und -betrug konsequent abschaffen. Das Ganze in der Rubrik „Wirtschaft“. Meine Fresse! (Pardon!)

30. Oktober – „Reiche gefährden das Ziel politischer Gleichheit“ titelt der österreichische Standard. Auch hier setzt man auf einen Experten. Diesmal im Interview mit Martin Schürz, Gruppenleiter Monetäre Analysen bei der Österreichischen Zentralbank, Lehrbeauftragter an diversen Universitäten und Fachhochschulen sowie Psychotherapeut. Es geht um Reichtum. Seine Botschaft: Vermögensverhältnisse sind nichts Privates, sondern etwas Politisches. Nur wenn alle alles von jedem wüssten, wird ausgewogene Wirtschaftspolitik möglich. Es ist ungerecht, Vermögen steuermässig zu schonen, wenn die einzige Leistung des Besitzers darin bestünde „aus der richtigen Gebärmutter“ geschlüpft zu sein. Das Argument, dass es die Leistung der Eltern und Grosseltern war, durch die das Vermögen aufgebaut werden konnte, lässt er nicht gelten. Das Fazit des Vermögensexperten: Die Regierung muss verpflichtet werden, jährlich einen Reichtumsbericht vorzulegen. Wer sind die Reichen? Woher kommt ihr Reichtum? Wofür verwenden sie ihn? Nur so liesse sich beurteilen, wie einzelne politische Massnahmen auf die Menschen wirken.

Was jetzt? Sich die verschiedenen Güsse ungetrübter Heiterkeit reinziehen, den einem diese dünnen Stimmchen aus der warmen Enge staatlicher Allfürsorge heraus zuteil werden lassen? Es abhaken und verbuchen als eine Art schrägen Kollektivisten-Porno? Die Schultern zucken und zurückkehren in die offene zugige Weite von Freiheit und Risiko, die bei diesen Leuten mit gutem Grund Veitstänze auslöst? Man tut es – und dann merkt man, es geht nicht. Gegenüber dem, was die Troika IWF-Medien-Politik in Steter-Tropfen-Manier und zu regelmässig, als dass es Zufall sein könnte, in die Hirne der Leute reinträufelt und was von vielen so gerne geglaubt wird (siehe meine Nachbarin), nimmt der Ablass des mittelalterlichen Klerus geradezu treuherzige und pittoreske Züge an.

Es ist ein grotesker Schattenkampf in dessen Verlauf vorgegeben wird, politisch bekämpfen zu wollen, was politisch verursacht wurde und gefördert wird. Das Ganze kostümiert in die Heilslehre einer obskuren Gleichheit, die in Wahrheit nicht mehr für alle, sondern weniger für die, die mehr erarbeitet haben meint. Ein Konzept also, das entgegen allen anderslautenden Beteuerungen der Experten auf der niedrigsten und niederträchtigsten menschlicher Regungen aufbaut: Neid. Mais bien entendu: Nicht Neid auf die Leute, zu denen die oben erwähnten Experten zählen und die in staatlichem Sold mehr abkassieren, als so mancher Unternehmer sich an Lohn gewährt. Es geht um die Früchte echter Leistung heutiger oder vorhergehender Generationen.

Was die Fakten anbelangt, so ist, was die Troika verkündet eine Lüge, die auf Weglassen basiert. Natürlich haben Globalisierung und technologischer Fortschritt vieles verändert und werden es noch. Das und die Tatsache, dass das Positive dieser Entwicklungen konsequent ausgeblendet und Negatives in Positives umgedeutet wird, soll hier nicht das Thema sein. Der Punkt ist ein anderer: der Beginn des Zeitraums, den der IWF-Bericht zur Untersuchung „langfristiger struktureller Veränderungen“ heranzieht (1991 bis 2014), fällt zusammen mit dem Zeitpunkt, an dem die Blasenfinanzierungs-Kultur der Zentralbanken und die ihnen folgenden „Rettungen“ Einzug hielten. Für den IWF gehört solches, so muss man aus dem Papier schliessen, zu den „kurzfristigen konjunkturellen Entwicklungen“ Dingen, die keinen Einfluss haben auf Vermögensverhältnisse und somit nicht der näheren Betrachtung würdig sind.

Dabei ist das Gegenteil der Fall: Die Geldschwemmen der Zentralbanken zur Verhinderung der von ihnen stimulierten Markteinbrüche durch platzende Blasen und zur Rettung ganzer Länder und sogenannt systemrelevanter Konzerne sind der Grund Nummer eins der grassierenden und sich zuspitzenden Ungleichheit. Wenn eine Zentralbank Geld druckt wie irr, dann profitieren in erster Linie jene davon, die es zuerst erhalten: Staaten, staatliche oder staatsnahe Firmen, Banken, Günstlinge aller Art. Kaufkraft wird von denen mit echt erarbeitetem „altem“ Geld weggenommen und durch diesen unnatürlichen Kanal auf die Empfänger neuen Geldes umgeleitet. Reiche Günstlinge – zu denen auch sämtliche Staatsangestellten wie die obgenannten Experten zählen – werden damit immer reicher, während der normale Rest der Leute ausgeblutet wird und einzig von höheren Preisen wie beispielsweise höheren Mieten, die die steigende Nachfrage nach Immobilien durch die Begünstigten zur Folge hat, von Nullzinsen und von Geldentwertung „profitiert“ (Cantillon-Effekt). In Anbetracht dieser Tatsachen daherkommen und wider besseres Wissen dem Markt geschuldete Ungleichheit beklagen, ist an Arroganz und Verachtung für die so gern erwähnten „Menschen da draussen“ kaum zu überbieten.

Das allein wäre eigentlich Misere genug. Aber das Ganze geht tiefer. Die Frage lautet doch: Was soll hier aufgegleist werden? Und: Warum fühlen sich viele von dieser als „Wirtschaftspolitik“ verkauften Affekt-Massage angesprochen?

Zur ersten Frage: Was die beiden beispielhaft angeführten Experten (es gibt ihrer Legion in Staatsdiensten) in obrigkeitszentrierter Verve und ohne auf jedweden theoretischen Unterbau angewiesen zu sein absondern, ist über der Realität schwebend. Hier soll eine Gesellschaft vordergründig erneut und ohne Rücksicht auf das Individuum einem höheren, heilsbringenden Zweck (Gleichheit) zugeordnet und vom „Diktat des Marktes“ erlöst werden. Das ganze durch pure Instrumentalisierung von Ressentiments, das den Faulen, Laschen, Bequemen und Feigen die nötige moralische Deckung für das Nicht-Wahrnehmen der Selbstverantwortlichkeit bietet. Der Markt ist „böse“, der Staat ist „gut“ – alle Macht dem Staat. Das und nichts anderes ist die Botschaft. Dass die Versorgungskarrieren innerhalb des „sozialen“ Systems des Staats mit härteren Bandagen, unerbittlicher, liebloser, ignoranter, unwürdiger und vollkommen gleichgültig gegenüber den Bedürfnisse des Nächsten verfolgt werden als in jedem freien Markt, fällt nicht ins Gewicht.

Zur zweiten Frage, was die Attraktivität etatistischer Rundumbetreuung ausmacht, könnte eine Antwort „Angst“ sein. Unter dem Label der Befreiung hat sich der Mensch in den letzten Jahrzehnten von allen hergebrachten Ordnungen von Staates Gnaden und ab Kindesalter emanzipieren lassen. Was Grund, Grenze und Halt war, ist zerbröselt, aufgelöst und so lange verpönt worden, bis nichts mehr blieb ausser Haltung und der richtigen Meinung. Aber sie allein im Verbund mit pervertierten „Menschenrechten“ und einem verkrüppelten Rest Markt spenden keinen Sinn. Sie sind nur ein fadenscheiniges und schmalbrüstiges Wie – das Wozu, haben sich die Menschen nehmen lassen und geglaubt, es sei Freiheit: Klassische Familie, Geschlechtsidentität, Ehe, Traditionen, Sitten, individueller Glaube, Leistung, Eigentum, Verantwortung.

Da stehen viele – vollkommen nackt und losgelöst und allein wird die Freiheit der Selbstverantwortung und damit einer Marktgesellschaft als Bedrohung wahrgenommen und man klammert sich anhänglich wie Kleinkinder an die Hand des Staats, der vorgibt, unter dem Label einer „höheren Moral“ risikolose Sicherheit gewähren zu können. Der Mensch, zum Leben als selbstverantwortliche und freie Person bestimmt, hat sich selber zum fordernden, erwartenden und empfangenden Wesen zurück entwickelt.

Was hier läuft und was willig hingenommen wird ist die totale Abschaffung der Selbständigkeit, die Vernichtung der Freiheit. Oder um es mit Tocqueville zu sagen: „Eine gewaltige, bevormundende Macht erhebt sich über eine Menge vereinzelter und entfremdeter Individuen; sie wäre der väterlichen Gewalt gleich, wenn sie wie diese das Ziel verfolgte, die Menschen auf das reife Alter vorzubereiten; statt dessen aber sucht sie bloß, sie unwiderruflich im Zustand der Kindheit festzuhalten; es ist ihr recht, dass die Bürger sich vergnügen, vorausgesetzt, dass sie nichts anderes im Sinn haben, als sich zu belustigen. Sie arbeitet gerne für deren Wohl; sie will aber dessen alleiniger Betreuer und einziger Richter sein; sie sorgt für ihre Sicherheit, vermisst und sichert ihren Bedarf, erleichtert ihre Vergnügungen, führt ihre wichtigsten Geschäfte, lenkt ihre Industrie, ordnet ihre Erbschaften, teilt ihren Nachlass; könnte sie ihnen nicht auch die Sorge des Nachdenkens und die Mühe des Lebens ganz abnehmen?“

Wollen wir das? Wollen Sie das? Es ist das „Ideal der komfortablen Stallfütterung“ (Röpke) und wir wissen, wie es läuft – 120 Millionen Tote als Resultat ähnlicher Ideal-Experimente sprechen eine deutlichere Sprache, als alle Worte es vermöchten. Das beste Rezept, sich dagegen zu wehren bei entsprechender Risiko-Möglichkeit beziehungsweise Bereitschaft: Hört auf, diesen Leuten Geld zu geben!

Advertisements

20 Gedanken zu “Kollektivisten-Porno oder das gefährlichste Gift der Welt

  1. Ich wünsche mir nur gleiche Chancen für alle. Und Arme haben keine Chance – sie kommen nicht oder nur sehr schwer raus aus der Armut. Und natürlich müssen leistungslose Einkommen besteuert werden. Ich bin gegen „komfortable Stallfütterung“ mit der damit zusammenhängenden Abhängigkeit, ich bin PRO Freiheit und Selbstverantwortung, aber, man muß auch sehen, daß Arme keine Chance haben. Wer das nicht sieht, sieht nur die Hälfte vom System.

    Gefällt mir

      • Aus einer Frage schliessen Sie ein „eingeschränktes Bewusstsein“ meinerseits? Obwohl die Frage bzw. deren Beantwortung als Ausgangspunkt einer Diskussion durchaus ernst gemeint war …? Châpeau! Ja – Sie haben wohl recht: Ersparen wir uns das.

        Gefällt mir

      • Armut ist, wenn man beim Seife klauen erwischt werden kann und mit Konsequenzen zu rechnen hat.
        Also im Grunde trifft Armut nur Jungs die das Pech haben im unteren Drittel und ohne Vater aufzuwachsen und keinen Migrationsbonus mitschleppen.
        Katholisch sein hilft auch.
        Dann bekommt man noch nen anrüchigen Geruch mit auf den Weg.

        Gefällt mir

    • Hach, wie bequem. Einfach mal seine Meinung absondern. Wenn man dann auf Begruendungen angesprochen wird, sagen, dass der andere die eigenen Argumente leicht widerlegen wird, weshalb man selbst irgendwie halt doch recht hat. Eigentlich urkomisch, wenn’s nicht so traurig und typisch fuer die derzeitige Politik waere.

      Gefällt mir

    • „Arme haben keine Chance“. Für die brd stimmt das gewiss nicht. Es hat nicht mal 1960 gestimmt, als ich eingeschult wurde. Schon damals sind die, die gut waren, vom Lehrer aufs Gymnasium empfohlen worden und haben Karriere gemacht. Vielleicht stimmt Ihr Spruch ja für die Dritte Welt. In Europa ist er einfach nur Unsinn.

      Gefällt mir

  2. Jemand der keine Armut in der brd sieht, hat ein eingeschränktes Bewußtsein. Derjenige ist also geistig arm, auch wenn er ein gefülltes Bankkonto hat.

    Die Brd hat ca 20 Prozent Arme, wenn man vom „Einkommen“ ausgeht, das nennt sich Armutsrenze. Dieses Wort dürfte jeden einigermaßen gebildeten Menschen bereits einmal vorgekommen sein; dem Verfasser dieses Artikels allerdings anscheinend nicht.
    Wenn das kein eingeschränktes Bewußtsein ist…

    Armut ist wenn man nicht ausreichend, dh. seinem Befinden gemäß, essen kann, nur beim Discounter Billigfraß kaufen muß.
    Armut ist wenn man nicht adäquat wohnen kann, sondern da wohnen muß ,wo sonst keiner hinzieht (außer Proleten und „Flüchtlinge“, aber letztere kriegen sowieso alles umsonst). Also in zu kleinen schlechten Wohnungen mit Nachbarn die man lieber nicht so nahe an sich ran hätte.
    Armut ist, wenn man Medizinpatient dritter Klasse ist, mit allen dazu gehörigen Schikanen und Selbstzahlen-müssen, was man nicht kann mangels Geld.
    Armut ist, wenn man aufgrund statistisch höher erwartbarer Krankheit eine sehr schlechte, eben durch Schmerzen und sonstige Beeinträchtigungen entstehende, Lebenqualität hat.
    Armut ist wenn man kein Geld mehr hat am Wochenende mal wegzufahren, von Urlaub ganz zu schweigen (Rentner brauchen ja sowieso keinen Urlaub denken sich wahrscheinlich die Verantwortlichen). Vergnügungen brauchen Rentner auch nicht Die steigern ja nur die Lebensfreude, also machen wir sie unmöglich, indem wir ihnen einfach so wenig Geld geben, daß das nicht geht.
    Armut ist soziale Vereinsamung aufgrund von Geldmangel.
    (Wie es eine Frau Merkel vor der Wahl sagte: 40 Jahre gearbeitet und heute eine Rente unter der Grundsicherung; das einzige was ich noch kann, ist, zuhause rumsitzen.)
    All diese Dinge lassen sich nicht ändern. Weil man eben arm ist. Was ändern, kostet Geld, was man nicht hat.
    Armut ist, statistisch erwiesen, ca 10 Jahre früher eintreffender Tod als der Durchschnitt.
    Aber das gibt es ja alles gar nicht in der brd. HIer sind ja jede Menge Vollidioten die von „sowas“ noch nie gehört haben. Da ja bekannt ist, daß in der brd die vollidioten immer Recht haben, kann es so etwas gar nicht geben.

    Gefällt mir

    • Danke für den Kommentar. Wo – bitte! – lesen Sie meine Feststellung, es gäbe keine Armut? Ich hatte Ihnen eine Frage gestellt um den Begriff der „Armut“ zu klären. Ansonsten macht nämlich eine Diskussion keinen Sinn. Sie geben mir nun Ihre Definition von Armut. Danke dafür. Darüber werde ich jetzt nachdenken können und allenfalls eine Antwort verfassen. Sowas nennt man dann Dialog.

      Gefällt mir

      • Wenn Sie sagen „hört auf diesen Leuten Geld zu geben“, töten Sie damit die Armen in der brd (die es ja gar nicht gibt). Sie vertreten damit die Meinung eines W. Eichelburg, der auch alle armen Rentner umbringen will, indem man ihnen einfach kein Geld mehr gibt. Eichelburg weiß auch nicht, was Armut ist, das kann man seinem Geschwafel entnehmen, und natürlich ist der „pöse Sozialismus“ schuld, den wir ja angeblich haben, dabei haben wir KEINEN Sozialismus, sondern einen waschechten NEOLIBERALISMUS, in dem Reiche immer Reicher werden und Arme einfach so von der Bildfläche verschwinden.

        Ihr nehmt Arme ja gar nicht wahr, sie exisiteren nicht in Eurer Vorstellung.
        Solche Leute unterstütze ich nicht bzw. benutze sie nur noch, hier werde ich Sie ganz einfach de-abonnieren.

        Gefällt 1 Person

      • Und schon missverstehen Sie mich, bzw. den Text: Hört auf, diesen Leuten Geld zu geben meint: Hört auf, Steuern zu zahlen. Dies im Sinn von Politik ist nicht die Lösung, war es nie – Politik war – immer schon – das Problem. Sie veranstalten hier – mit Verlaub – ein watzlawicksches Fest der Projektionen in Bezug auf meine Person , das seinesgleichen sucht. Es ist ein bedrückendes Zeugnis einer Voreingenommenheit, die sich aus sich selber nährt und keiner Informationen von aussen bedarf. Auf dieser Grundlage eine Diskussion, einen Dialog zu führen, ist ganz und gar unmöglich und ein de-abonnieren, wird uns in diesem Fall beide bereichern. In diesem Sinn: Danke und alles Gute.

        Gefällt mir

    • Ihre Armutsdefinition ist äusserst seltsam. Das hat mit echter Armut überhaupt nichts zu tun.
      Bei ihrer Definition muessten sie alles umverteilen, das führt dann zu relativer Gleichheit, aber echter absoluter Armut aller.

      Gefällt 1 Person

    • Die Legende von „eingeschränktem Bewußtsein“ und „einigermaßen gebildeten Menschen“. Da passen Sie doch in die Kategorie der Menschen, die meinen sie muessen nur 3 Mal „Nazi“ (oder in naher Zukunft „ich verstosse dich“) schreien und schon haben sie recht.

      Sie vermauscheln da absolute Armut und relative Armut, genau so wie die sozialistischen Regierungen der EU und die Wikipedia. (Absolute) Armut ist wenn man nicht genug Einkommen hat um die lebensnotwendigen Ressourcen zu erwerben. Nach dieser sinnvollen Definition ist in Europa niemand arm, zumindest muss er es nicht sein, denn jeder Staat garantiert, dass niemand verhungern muss oder obdachlos sein muss, usw.

      Die relative Armut ist eine Definition, die sich aus der sozialistischen Gleichheitspropaganda speisst. Jeder Staat und jede internationale Organisation setzen den Wert nach ihrem Gutduenken so zwischen 40-70% des Medianeinkommens, manche setzen auch einen willkuerlichen Festwert. Das Ergebnis ist ein willkuerlicher Prozentsatz von sogenannten „Armen“ im Land, bzw. in der Welt.

      Ihre Auflistung zeigt dass in ihrem Bewusstsein und mit ihrer begrenzten Bildung nur relative Armut eine Bedeutung hat und Sie setzen die Grenze irgendwo knapp unterhalb des Medianwerts. D.h. alle denen es nicht ganz so gut geht wie dem durchschnittlichen Deutschen sind nach Ihrer Ansicht „arm“. Zudem klingt noch durch dass Sie meinen diese sogenannten „Armen“ haetten gar keine eigene Schuld an ihrem Zustand, dass irgendwelche „Verantwortlichen“ daran Schuld haben. Sie sind also der links-gruenen sozialistischen Propaganda auf den Leim gegangen und werfen allen die es nicht so sehen vor Idioten zu sein. Wenn Sie nicht bereit sind sich einer rationalen Debatte zu stellen, dann bleiben Sie halt in ihrer Utopiewelt und fuehlen sich gerne weiter wohl in Ihrem intellektuellen Knast, den Sie nicht verlassen wollen.

      Gefällt 1 Person

    • Mehr Kenntnisse und weniger Bewusstsein würde Ihnen gut tun. Was Armut ist, ist Definitions-Sache, und die Definition wird ständig von der linken Armuts-Industrie Richtung „Mehr Armut“ verschoben, damit „Mehr Arme“ und also „Mehr zu betreuendes Klientel“ entsteht. Ganz ähnlich der Asyl-Industrie. Da hinzu gesellen sich schicke Neologismen wie „Armuts-Gefährdete“ oder auch „Kinder-Armut“ und demnächst vielleicht noch „Konder-Soldaten-Armut“. Es hat keinen Sinn, mit Ihnen über Grundlagen und Definitionen oder gar Politik zu diskutieren. Dem steht entgegen, was Sie Ihr „Bewusstsein“ nennen. Ende Gelände!

      Gefällt mir

    • Kurz und gut: Armut ist, wenn man nicht in einer angemessenen Villa wohnen, nicht Porsche fahren und nicht in St. Moritz Urlaub machen kann. Verdammt noch mal: Studieren Sie halt was Brauchbares (statt Sozial-„Wissenschaften“) und arbeiten Sie, wenn Sie reich sein wollen! Oder, oder, oder, hier nun DER Tipp für Sie: Wählen Sie grün, und gehen Sie in die Partei. Wahrscheinlich sind Sie schon drin, sehr geehrtes Genie. Es grüßt, der Vollidiot, der hart gearbeitet hat, so dass er heute stink reich ist.

      Gefällt mir

      • Sind Sie irgendwie krank im Kopf? Sie können ja nicht mal lesen. Ich sprach von armen Rentnern und Sie labern einen von wegen „studieren Sie etwas“. Studieren können Arme seltenst, aber das geht über Ihre Vorstellungskraft. Kann man sehen wie blöd Sie hier alle sind.
        Ich bin auch nicht „links“ und auch nicht „grün“ daran kann man sehen wie groß Ihre Schubladen sind. Bloß weil man Realitäten benennt die Sie zu dumm sind, zu erkennen,wird man von Ihnen direkt in die Ihnen genehme (nämlich Ihrem kleingeistigen Hirn entsprechende) Schublade gesteckt.
        Dies gilt auch für den Blogbetreiber. Dies schreibe ich JETZT, nachdem ich oben seinen Kommentar gelesen habe. Wer so doof antwortet, ist halt selbst schuld wenn er in die Schublade der Dummen kommt. Davon abgesehen hat er natürlich recht, ich kenne ihn nicht, also kann ich natürlich nicht über ihn urteilen, aber, wie gesagt, wer so dumm antwortet und Armut nicht sieht bzw. sehen will, muß schon sehr ignorant sein.
        Also ich habe die Armen auf der Straße in den Städten, immer gesehen. Vielleicht ist auch einfach Ihr Auto zu protzig, so daß Sie die Umwelt nicht mehr wahrnehmen. Ich wäre für eine radikale Kur an Euch Ignoranten, damit ihr wieder lernt, was Leben ist.

        Gefällt mir

  3. Toller Artikel, Herr Jordan. Danke dafür.
    Nennen wir es doch beim Namen: Menschen, die linken Umverteilungsideen anhängen, denken nicht: Sie glauben.
    Und das heißt: Argumentieren über ihre Ideen ist mit ihnen ebenso wenig möglich wie mit einem Katholiken oder Moslem über Glaubensfragen – „Religion ist keine Frage des Verstandes und kann deshalb auch nicht mit Mitteln des Verstandes verteidigt oder bekämpft werden.“ sagte schon vor Jahrhunderten der gescheite Pufendorf. „Gläubige Menschen sind grundsätzlich nicht kritisch. Sie analysieren nicht. Sie sind eher bereit, dem Text zu glauben, als ihrer eigenen Kritikfähigkeit zu vertrauen.“ Soweit die Muslimin Nahed Selim zum Islam – und wir können das ohne Abstriche auf linkes Denken übertragen. Das geht dann rasch so weit, das genetische Unterschiede (etwa der Intelligenz, inzwischen ja sogar des Geschlechtes!) schlicht geleugnet werden: Der eigene Links-Glaube muss stimmen!
    Letztlich ist es nur Neid: Jeder muss mit dem Werkzeugkasten, den die Natur ihm bei der Geburt mitgegeben hat, zusehen, wie er sein Leben am besten meistert – und nicht den anderen bestehlen, nur weil man es zu mühselig findet, selber mit seinen Möglichkeiten klar zu kommen. Als ich (Westler) einen Cousin aus dem „Osten“ fragte, ob er sich denn in dem neuen Staat nach der Wiedervereinigung wohl fühle, meinte er: „Ich kann keinen Staat lieben, der mir keine Arbeit gibt.“
    Das hat mich erste einmal sprachlos gemacht.
    Wer einen Staat als umfassende Fürsorgeeinrichtung versteht, ist zugleich gerne bereit, für diese Vollversorgung seine Freiheit abzugeben. Das macht alles Linke so unerträglich.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s