Martin Sellner – Bürgerliche Identität binnen weniger Tage ausgelöscht

Tocquevilles Prognose im Vollzug – von Michael Klonovsky

Ein berühmtes Zitat aus Tocquevilles Großessay „Über die Demokratie in Amerika“ beschreibt mit Falkenblick in die Zukunft die Art und Weise, wie die totalitär gewordene Demokratie ihre Opponenten dermaleinst liquidieren werde, ohne ihnen dabei ein Haar zu krümmen, nämlich durch den bürgerlichen Tod:

„Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.“

Soweit die inzwischen fast schon 200 Jahre alte Prognose. Nun zu einem Exempel ihres Vollzugs. Martin Sellner, der Chef der Identitären Bewegung, von der wir lesen, dass sie ganz furchtbar sein soll, aber mir ist keine einzige Gewalttat dieser Leute gegen Leib und Leben von anderen bekannt wie etwa bei der Antifa, ist als bügerliche Existenz binnen weniger Tage ausgemerzt worden: Linksfaschisten haben sein Auto angezündet, drei Banken haben seine Konten gekündigt, Twitter, Youtube und Facebook haben sein Profil gelöscht, Amazon hat sein Buch aus dem Sortiment genommen.

Dergleichen geschieht ohne jede Begründung. Feige Lumpen in den Medien haben den Aktivisten monatelang ohne jedes Maß verunglimpft und zur Jagd freigegeben, und nun beschweigen sie mit dem innerem Frohlocken des versetzten Sadisten die soziale Vernichtung eines jungen Mannes, dem keine Straftat zur Last gelegt werden kann und auch sonst kein Delikt oberhalb der Nichtbefolgung von Gleichschritt und Maulkorbpflicht. Dass die Nazi-Mentalität inzwischen mit amerikanischen Weltkonzernen kooperieren darf, ist eine Schande für das „land of the free“, aber wahrscheinlich nur ein Anfang. Das einzige, was hier helfen kann, sind die Kräfte des freien Marktes.

So sieht es auch der Exkommunizierte, der erstaunlich optimistisch ist und ein schönes Beispiel dafür abgibt, was sich hinter dem von Feiglingen und Opportunisten gekaperten Terminus „Zivilcourage“ eigentlich verbirgt. Er kommt im kleinen publizistischen Widerstandsnest der „Sezession“ (Link unten) ausführlich zu Wort.

Sezession: Alle gegen Sellner – ein paar Mails

Dieser Text ist zuerst auf der Website von Michael Klonovsky erschienen. Danke für die Möglichkeit, ihn auf FRANKJORDANBLOG zweitpublizieren zu dürfen. 

7 Gedanken zu “Martin Sellner – Bürgerliche Identität binnen weniger Tage ausgelöscht

  1. Wahrscheinlich bin ich naiv, dass mir als erstes der Gang zum Anwalt (und Staatsanwalt) einfällt und das Erwirken einer einstweiligen Verfügung gegen die Konto-sperrende Bank. Ein solcher Versuch würde, selbst bei Misslingen, der Gegenseite wenigstens einige Arbeit aufhalsen, mit Rücksprachen bis in die Chef-Etagen, also nervend sein. Gibt es kein (Menschen-) Recht (Ha!) auf ein Bankkonto? Ist das nicht sogar eine Forderung der Linken? Könnte man nicht sogar weitergehen und das BuVerfG oder den EuGH um Abhilfe bitten? Ich bin kein Jurist, frage mich aber, ob es nicht möglich (evtl. sogar polizeiliche Pflicht) wäre, die Strippenzieher namentlich zu ermitteln, da es sich hier um eine auf Martin Sellner zielende konzertierte Aktion handeln muss. Oder sind noch weitere Personen von dem Komplott betroffen? Gibt es eine schwarze Liste? Was blüht uns erst, wenn das Bargeld abgeschafft und durch Plastik-Karten ersetzt ist? Das wäre Diktatur und Macht-Willkür pur, wie nie in der Geschichte zuvor. So golden wie die Zeiten heute noch sind, Herr Sellner, kann man Ihnen wenigstens noch einen Sack Bargeld vorbeibringen. Das Horror-Szenario unserer Zukunft wird ja im Briefwechsel Sellner-Kubitschek angedeutet.

    Gefällt 2 Personen

  2. „Was mich optimistisch macht,“ schreibt Martin Sellner: „Diese Unterdrückung macht den Widerstand auf lange Sicht stärker.“ Ja. David wäre nie berühmt geworden, hätte er es nicht mit einem Goliat aufgenommen. Mit „Defend Europe“ hat Sellner schon ein Heldenstück hingelegt. So etwas Ähnliches, Praktisches, Effektives würde ich mir wieder und wieder wünschen. Und er soll sich auch weiterhin mit schönen Frauen umgeben. So profan es ist, es wirkt. Mehr als manch einer glaubt.

    Gefällt 1 Person

  3. Geweint wird, wenn der Kopf ab ist, und wenn’s am Ende schief geht, dann waren wir halt die letzten Mohikaner. Man schaue sich das Beispiel von Horst Mahler an. Den Mann hat man lebendig begraben. Er kann aus sich heraus nichts mehr bewirken. Doch ist er präsenter denn je. Gerade weil er behandelt wird, wie er behandelt wird. Mit solchen Abscheulichkeiten stellt sich deep state immer wieder selbst ein Bein.

    Gefällt 1 Person

  4. Ich bin enttäuscht, dass Kurz und Strache dieses perfide Possenspiel einer Linken Globalisten-Clique gegen Sellner zulassen. Das neue Führungs-Duo hätte an diesem Fall beispielhaft zeigen können, dass wirklich ein neuer Wind durch Österreich weht. Sie hätten, wenn schon nicht per Dekret oder durch rechtliche Unterstützung, so doch wenigstens durch die Macht ihres Wortes, Partei ergreifen müssen. Da schauen die Wähler hin. Ihre Passivität in der Sache wird die neue regierende Koalition Stimmen kosten. Nichts ist umsonst!

    Gefällt 1 Person

    • 29.12.17 Epoch Times
      „Wir wenden den Blick nicht ab: Dies sind die Erben des Nationalsozialismus, die in der neuen österreichischen Regierung an die Macht gekommen sind“, erklärten die Unterzeichner.
      Sie prangern eine „schuldhafte Stille und Apathie“ angesichts des Amtsantritts der FPÖ-Minister an. Zudem lehnen die Unterzeichner „die Idee ab, wonach die Ausweitung des Nationalismus und das Ende der Demokratie eine Fügung des Schicksals wären und das Handeln gegen die Erben des Nationalsozialismus zwecklos, um nicht zu sagen unrechtmäßig“.
      Kurz & Strache werden Kurz & Klein gehackt, so sie nicht aufpassen.

      Liken

  5. „Dass die Nazi-Mentalität inzwischen mit amerikanischen Weltkonzernen kooperieren darf, ist eine Schande für das „land of the free“, aber wahrscheinlich nur ein Anfang. Das einzige, was hier helfen kann, sind die Kräfte des freien Marktes.“

    Sind jetzt die anderen die Nazis? Ich dachte wir wären das. Oder stehen wir nun da und rufen uns gegenseitig „Nazi“ zu? Wieso müssen alle immer mit Nazi vergleichen? Das ist das primitive Niveau eines Heiko M. und auf selbiges sollten die Guten sich nicht runterziehen lassen.

    Was der Autor nicht sieht, ist daß in USA dasselbe abläuft wie in West Europa. Ein Hilfeschrei übern Teich ist völlig zweckfrei und ich wüßte auch nicht warum etwas für ein Land (USA) schändlicher sein sollte als für ein anderes (D). Amazon Deutschland unterliegt, soweit ich weiß, Europarecht und nicht US Recht, ob etwas in D (nicht) angeboten wird entscheidet sich nicht in USA.

    Die Kräfte des freien Marktes? Ist Amazon nicht die Verkörperung dieser „neuen Freiheit“? Verdient kaum einen Cent, hat ein KGV in höchsten Regionen und treibt alle normalen Kaufleute mit Geschäft in den Ruin. Und zu meinem Entsetzen nehmen die Menschen diese Marktbeherrschung bereits sklavisch an, denn egal wo ich hinhöre, das Buch gibts bei A….. . Es gibt auch Buchläden oder buch.de oder anderes! Amazon ist kein Monopolist!!

    Der freie Markt? Als ex Verschwörungstheoretiker kommt mir das Lächeln. Heute wissen wir, daß alle Märkte „geriggt“ sind. Man muß lernen damit umzugehen.

    Jeder, der dieser Tage etwas veröffentlichen will, was den Mächtigen nicht paßt oder dessen Botschaft schnell raus soll, kann es zum freien download ins Internet stellen. Mir fällt da Chris Duane ein mit seiner ganzen Reihe (Truth never told) oder Menuhin (Gerard(?) mit seinem Buch über den Holocaust).
    Man kann es auch selbst vermarkten, wenn es nicht indiziert ist oder nicht so eilig.

    Mich ärgert es, daß alle Welt sich abhängig macht von diesen facebooks und amazons und twitters…. – also von diesem ganzen US Mist, den es erst seit um zehn Jahren gibt. Das ist doch armselig! Verstöße es nicht gegen libertäres Denken, ich wäre nah dran ein Verbot zu befürworten.

    Fazit: Statt sich die Freiheit zu nehmen diese „Institutionen“ zu boykottieren, bleiben die Deutschen bei aller Meckerei lieber sklavisch abhängig von ihnen. Egal ob es die Linken oder die Rechten sind. Deswegen ändert sich nichts…. in Wirklichkeit fehlt es am Willen zur selbstverantwortlichen Freiheit…leider.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s