Diesmal nicht braun oder rot, sondern bunt ins Chaos und in die Diktatur

Von Franz Bettinger

Die Einwanderung ist eine Zäsur für Deutschland, etwas weit Bedeutungsvolleres als alle ehemaligen wirtschaftlichen oder Renten-Fragen zusammen (die kommenden sind dann gar nicht mehr zu beantworten, weil nichts mehr da sein wird).Was ich kaum verstehe ist, warum das nicht jedem klar wird. Parteien, Politiker und Päpste kommen und gehen, aber nationale Gemeinschaften? Ihr Wohlstand? Bleiben! Wenn man sie lässt. Genau das ist schief gelaufen in vielen Staaten, und zuletzt auch bei uns.

Die Vorstellung, dass Buntheit das gleiche sei wie Vielfalt und daher das gleiche wie Stärke, wird uns von den Merkel-Medien endlos eingetrichtert. Allein, es glaubt kaum noch einer. Viele haben gemerkt, es ist eher eine fade Behauptung als etwas Überprüfbares. Ihre Wahrhaftigkeit anzuzweifeln bedeutet aber nun mindestens, sich moralisch verdächtig zu machen; meistens gar, in die Kategorie Nazis einsortiert zu werden. Wer das nicht riskieren will, der beugt sich den obrigkeitlich verordneten wichtigen Problemen unseres Landes und betreibt gehorsamst und jeden Lebensbereich mit einschliessend Vergangenheitsbewältigung.

Vergangenheitsbewältigung ist längst nicht mehr „bloss“ eine ständige hysterische Abgrenzung von Hitler und angeblichen faschistischen Gefahren. Sie ist radikal ausgeweitet worden auf die fernsten Zonen und Zeiten. Wenn ich heute etwas über den Minnesang schreibe, muss ich dabei die Degradierung der Frau durch ein autoritäres Patriarchat beklagen und darauf hinweisen, dass schon im Mittelalter die Schrecken der dunkelsten Jahre zu ahnen sind. Wenn ich die Bürgerkriege zwischen den antiken Griechen behandle, komme ich um ein spruchkammerhaftes Moralisieren nicht herum.

Ich darf keine Epoche mehr aus sich selbst heraus sehen, sondern muss über alles die Sauce der Moral gießen. Das Problem ist weniger, dass ich bei gewissen Namen, Tatsachen oder Tatsachenbehauptungen den Kopf einziehen muss und die gewünschte Meinung zu äußern habe, sondern dass ich alle geschichtlichen Ereignisse unter dem Aspekt von Vorläuferei und Schuld betrachten muss. Die Vergangenheits-Bewältigung verpestet die Geschichts-Wissenschaft, die Soziologie, Politologie, alles. Dieses Nichtwahrnehmen-Können der jeweils eigenen geschichtlichen Bedingungen, diese damit in Gang gesetzte Verdummung ist schwerwiegender als eine punktuelle Political correctness gegenüber dem Nationalsozialismus. Aber vor allem wird übersehen, dass, wer auf Befehl oder freiwillig stets Vergangenheitsbewältigung betreibt, gar keine Vergangenheit hat. Vergangenes ist nicht vergangen. Darf nicht vergangen sein. Und wie praktisch ist es, eine Masse zu regieren, die gelähmt nach hinten blickt, blind für die Wirklichkeiten der Gegenwart und ohne einen Gedanken an jene der Zukunft zu verschwenden.

Was uns hier also als einzig gültige moralische Ordnung verkauft und was vor dem Hintergrund politischer Scheinzukunfts-Gestaltung via Verbuntung aufgeführt wird, wird ganz wo anders enden – nämlich dort, wo solches immer endet: in Abhängigkeit, Unfreiheit und Chaos.

Ich war drei Mal in Ländern, wo ich solches mit eigenen Augen sehen konnte. Das eine stand am Rande des totalen Chaos‘ (Mexiko), das zweite hatte gerade einen grausamen Bürgerkrieg hinter sich (Jugoslawien) und das dritte kannte und kennt ein ekelhaftes Recht des Stärkeren (Kenia). Keinen dieser drei Zustände wünsche ich mir für unser Land, das auf seinem Gang in die Apartheid in Richtung Kenia marschiert.

Wenn das Wort Chaos als Zustand vollständiger Ordnungslosigkeit und Verwirrung jenseits der Zustände in Berlin-Kreuzberg noch irgendeine ernsthafte Bedeutung haben soll, muss es auf den Zustand an den deutschen Grenzen seit September 2015 angewendet werden. Dort herrschte Chaos. Und es herrscht bis heute. Denn wir haben trotz eines nicht abreisenden Stroms illegaler Einwanderer noch immer keine Grenzkontrollen. Wir wissen nicht, wer sich bei uns aufhält, und über wie viele Identitäten er verfügt und wer unsere Naivität auf kriminelle Weise ausnutzt. Solange dies so ist, und solange die Verantwortlichen eine Grenze für ein Ding der Unmöglichkeit halten, solange herrscht Gesetzlosigkeit in Deutschland, und das nicht nur formal.

Was ist zu tun? Wenn Chaos herrscht, wo es eine Rechtsordnung gibt, die man problemlos umsetzen könnte, muss man als Verteidiger der Ordnung und als Gegner der Willkür jeden Konsens stören, der die Unordnung aufrecht erhalten oder noch vergrößern will. Wir müssen sichtbar machen, was sich seit 1968 an Dreck bei uns abgelagert hat an Verachtung des Eigenen, an Verkennung der Natur des Menschen, Experimentier-Wut und Verantwortungslosigkeit. Jemanden wie mich, der Recht und Ordnung verteidigt, nach seiner Chaos-Lüsternheit zu fragen, bedeutet, das absichtlich Chaotische im Handeln unserer Regierung nicht wahrzunehmen (frei nach Götz Kubitschek).

Advertisements

3 Gedanken zu “Diesmal nicht braun oder rot, sondern bunt ins Chaos und in die Diktatur

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s