Machen Sie’s, Hochwürden?

Brief an den Pfarrer – von Franz Bettinger

Lieber Herr Pfarrer, 

das wäre mal eine Predigt: Jesus, der vor den Pharisäern warnt. Jene Heuchler führen heute das große Wort vom Christlich-Sein. 

„… Dann sprach Jesus zu dem Volke und zu seinen Jüngern: ‚Die Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen auf Moses Stuhl. … Sie reden, aber tun es nicht. Sie selbst binden schwere und unerträgliche Bürden den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen diese nicht mit einem einzigen Finger bewegen. Ihre Werke tun sie, damit sie gesehen werden. Sie vergrößern die Bordüren ihrer Gewänder, und sie lieben den Ehrenplatz beim Festessen und in den Synagogen den Vorsitz. Sie lassen sich gern auf dem Markt grüßen und Rabbi oder Meister nennen. Diese Heuchler erhöhen sich selbst. Ich aber sage euch, wer sich selbst erhöhet, der wird erniedrigt werden. Und die demütig sind, werden erhöht werden. Wehe euch, ihr Heuchler!“ 

Das nennt man heute „Gutmenschen“ und „virtue signalling“, das billige Herzeigen von vermeintlichen Tugenden. 

Jesus fährt fort: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Pharisäer, die ihr der Witwen Häuser fresst und lange Gebete sprecht zum Schein!“ 

Heute würde er von den falschen Heiligen und der Lügen-Kirche sprechen, die mit dem Staat eine parasitäre Beziehung eingeht. 

Jesus:  „Wehe euch ( ihr Käßmänner und Käsefrauen ), die ihr die Außenseite von Bechern und Schüsseln reinigt, aber innen sind sie gefüllt mit Erpressung und Ausschweifung! Ihr gleicht übertünchten Gräbern, welche außen schön aussehen; innen sind sie gefüllt von Totengebeinen und Unrat. Und genauso scheint auch ihr äußerlich vor den Menschen rechtschaffen, aber inwendig seid ihr voller Lüge und Verstellung. Wehe euch, die ihr sagt: ‚Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden!‘  So sprecht ihr großmaulig und legt doch nur über euch selbst Zeugnis ab, und so erfüllt auch ihr das Maß eurer Väter!“ 

Was drängt sich hier auf?  Die 68-er und die Gutmenschen drängen sich auf; ihre Verachtung der Alten ganz generell und der Generation, die den Krieg und das Dritte Reich überlebt hat. Das drängt sich auf; und auch die Parallele zum Widerstand gegen Hitler, ein Widerstand zu dem man heute Tugend-heischend gerne gehören würde, aber eben nicht gehört hat, als es darauf ankam. Dieser ach so heldenhafte Widerstand gegen die Nazis wird umso schriller, ruchloser und fanatischer ausgetragen, je länger er tot ist. Nie war er stärker als heute – und nie verlogener. 

Man muss sich nur die Flüchtlings-Industrie ansehen. Die Asyl-Industrie ist mittlerweile einer der größten Industrie-Zweige Deutschlands. Alleine die beiden großen Kirchen setzen pro Jahr mehr um als die Automobil-Industrie, über 180 Mrd. Euro, mit Renditen von an die 20%. Das erreicht man in unserem Lande sonst nur mit hochriskanter Finanzspekulation, mit Drogenhandel, Waffenschmuggel und Zwangs-Prostitution. Die Einnahmen der Kirchen in diesem Bereich wollen weiter sprudeln. Der Verdacht liegt nah, dass der eine oder andere Krakeler, der besonders lautstark für Menschlichkeit schreit, damit nur finanzielle Eigeninteressen verfolgt. Ja, ich bin mir beinahe sicher, die Woelkis und Marxes und Käßmanns, würden höchstselbst den Stachdeldraht an der Grenze ausrollen, würde man diese Heuchler verpflichten, für all die Herbeigerufenen alias ‚Schutzsuchenden‘  alleine und mit eigenen Mitteln aufzukommen.

Ja, das wäre eine Predigt! Na, machen Sie’s, Hochwürden? 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s