Wer nichts kann und viel will, braucht Quoten

Von Michael Klonovsky

Der Bundestag „braucht“ eine Migrantenquote, behauptet der Süddeutsche Beobachter. Das ist falsch. Der Bundestag braucht diese Quote nicht, die Frage lautet allenfalls, ob „die“ Migranten sie brauchen. Kein Unternehmen braucht eine Frauenquote in der Führungsebene, sie fügen sich nur aus Imagegründen dem öffentlichen Druck und besetzen seufzend ein paar Posten mit überflüssigen Korrektchromosomierten. Eine Frau, die etwas kann und aufsteigen will, steigt auch auf, und dasselbe gilt für arbeits- und aufstiegswillige Migranten. Nur diejenigen, die wenig können und viel wollen, rufen nach Quoten – bzw. stellvertretend für sie unsere linken Pressstrolche und die Abmelker aus den Stiftungen und NGOs. Deren Lieblingsargument ist die angebliche „Unterrepräsentanz“ irgendeiner Gruppe in irgendeinem meist steuerfinanzierten Sektor. Als ob eine Vorstandsfrau eine Verkäuferin repräsentierte. Oder, wie Hadmut Danisch notiert, „als ob jemand aus Syrien einen aus Mali ‚repräsentieren‘ und hier passende Politik für ihn machen könnte, ein einheimischer deutscher Politiker, der weiß, wie es hier läuft, aber nicht“.

Dieser Text von Michael Konovski ist zuerst auf der Website des Autors erschienen. Vielen Dank für die Erlaubnis, ihn übernehmen zu dürfen. 

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