Grenzenlos schwach

Die Diversity-Lüge

Da stellt sich einer in die Küche und bereitet 10 unterschiedliche Saucen vor. Lässt jeder einzelnen viel Arbeit und Zeit angedeihen um nicht nur einen beliebigen, sondern den besten „Café de Paris“ hinzukriegen, die beste Curry-Sauce, den besten Knoblauch-Dip. Und dann – wenn er fertig ist – schüttet er alles in einen Topf und verrührt die Chose. Was er danach noch tut, spielt keine Rolle: Ob er den Einheitsbrei in einer Schüssel lässt oder ihn in zwanzig Schüsselchen verteilt – es bleibt Einheitsbrei.

Genau dasselbe passiert überall dort, wo Grenzen aufgehoben werden: die Vernichtung von Vielfalt. Es ist das Gegenteil von Buntheit und Diversity. Es ist am Ende nur eines: Zerstörung von Individualität.

Diesem Widerspruch zum Trotz, wird die Diversity-Lüge geglaubt. Seit Jahrzehnten. Grenzen sind nach und nach Synonym für Eingeschlossensein, Einschränkung, Kurzsichtigkeit und Isolierung geworden. Sie werden gleichgesetzt mit Stagnation, Rückschritt und Reaktion. Wer als offen gelten will, als modern und fortschrittlich, hält sie für unerwünscht und für zugehörig zu einem überkommenen System von Vorurteilen.

Denn: Der offene, gute Mensch, so lautet die Lehre, hat keine Vorurteile im Sinn einer Vorbestimmtheit dessen, was er sieht. Alles hat gleichgestellt zu sein. Eine „Ordnung der Dinge“ ist ebenso negativ wie Trumps Mauer, ein natürliches Zusammengehören oder Nicht-Zusammengehören ist meinungsmässiger Stacheldraht. Wer sich vom schlechten Menschen zum guten hochsozialisieren will, meidet sie. Einen heute zu fragen, woher er komme, anstatt sich auf ein vages „Wer/was bist du?“ zu beschränken, gilt im Zirkel der Guten schon als Rassismus.

Was unterschlagen wird dabei: Grenzen schaffen Unterschiede. Unterschiede erschaffen Bedeutung. Im Unterschiedlosen dagegen wird Bedeutung, werden Sie und ich, Staaten, Städte, Dörfer, Kulturen, Sprachen und Familien ausgelöscht.

Zu behaupten, die Auflösung von Grenzen zwischen Staaten, zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen Göttlichem und Menschlichem, zwischen Geschlechtern, zwischen Wissenschaften, zwischen Individuum und dem Durchschnitt einer Gruppe, schaffe Vielfalt und Buntheit, ist eine Lüge. Es ist nicht Vielfalt, die so entsteht – es ist sinn- und bedeutungsloses Niemandsland. Bevölkert von Massenmenschen, die zu schwach sind und zu egoistisch für die Wirklichkeit und die nur noch pürierte und vorgekaute Bilder der Wirklichkeit ertragen. Am besten mit sich selbst als Hauptgegenstand. Und das nennt sich dann Individualität.

Dass diese Doktrin von der intellektuellen, medialen und politischen Elite gewünscht und gefördert wird, macht im Gegensatz zu ihrem Inhalt durchaus Sinn: Grenzen bedeuten Widerstand. Und: wo keine Grenzen , da kein Widerstand. Durchregieren wird zum Kinderspiel. Umso mehr, wenn man es schafft, mit dem Geld, das man den wenigen noch Produktiven unter Gewaltandrohung stiehlt, dort Grenzen hochzuziehen, wo von Natur aus keine wären: Zwischen den eigenen Leuten und zwischen dem Individuum und seiner Verantwortung. Es ist nichts anderes, als die Abschaffung von Freiheit und freier Kooperation zwischen den Menschen. Es ist die Zerstörung von Gemeinschaftssinn, freiwilliger Solidarität, Nächstenhilfe und echter Kraft.

Noch Fragen?

 

5 Gedanken zu “Grenzenlos schwach

  1. Kein gutes Beispiel, da Soßen eine Raffinesse darstellen, die es nur dort hat, wo Wohlstand herrscht und GUTE Sossen sind es schon gleich gar nicht.
    Die Ansprüche sind ganz tief – völlig soßenfrei.
    Egal wie das Essen ist, egal wie die Frau ist, egal wie die Kleidung ist. Das Ziel ist nicht Wohlstand sondern Freizeit.
    Erhöhe einer deutschen Soße das Einkommen und sie fließt motivierter zur Arbeit.
    Mach selbiges mit fremden „Soßen“ und sie fließen nur noch jeden 2ten Tag ein.
    Nahrung ist ortsgebunden. Etwas das im Urlaub schmeckte, ist zu Hause irgendwie nicht so lecker -.so ähnlich wie der Tomatensaft im Flieger.
    Soßen schmecken eben nicht überall gleich gut. Deswegen ist eine Soße nicht unbedingt verdorben, sie braucht einfach ihr eigenes Beiwerk um zu glänzen. Und selbst dann, kann es passieren, daß ich sie nicht mag – in meinem Fall war es Hammel mit Pfefferminzsoße in Australien.

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  2. Kleiner Denkfehler,

    nicht die fertigen Soßen werden gemischt,

    sondern viele greifen auf deren Zutaten zu und mischen sie nach gutdünken…

    Das Ergebnis sind eben nicht nur zehn beste Soßen, sondern…

    Liberalismus und Freihandel pur, mein Lieber!

    MfG

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    • In den in meinen Augen grotesken Grenzüberschreitungen der Diversity-Doktrin wird sehr wohl „Fertiges“ (sofern es solches in einer in Bewegung und stets im Wandel befindlichen Welt überhaupt gibt) gemischt. Richtet man den Blick auf Wirtschaft und Innovation, dann haben Sie durchaus recht. Da trifft oft sogar das Gegenteil zu: Das Vermischen und Vermengen des Besten wird willkürlich (oder nicht) von Staates wegen reguliert, gehindert und verhindert. Diversity-Befürworter, sind ja nicht gerade als Marktradikale oder Marktfreunde bekannt. Mir geht es um die reissbrettartige Vermenungen von Dingen, deren Zugehörigkeit zu einer Kategorie sich bewährt hat oder schlicht naturgegeben ist (wie zum Beispiel die Geschlechter) mit dem altbekannten Ziel der Erschaffung eines „neuen, offenen Menschen“. So offen, wie die Amerikaner sagen, „that his brain falls out“…

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    • So mischt man sich also islamischen Männer-Herrschaftsstatus mit europäischer Sozialstaatsversorgung und amerikanischer Kommunikationstechnologie … oder rassische Diskriminierung und Finanzegoismus mit Roboterwaffentechnologie… oder Ökoreligiösität mit Geschlechtsumwandlungen und Medienfaschismus … Juhu! Diese Buntheit! Diese Vielfalt! Und alles ist gleich viel wert!

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