Die Mutter aller Probleme…

… wird auch von der AfD nicht wirklich erkannt. Auszug aus einem Artikel von André F. Lichtschlag bei eigentümlich frei. (Bezahlschranke)

Aber: „Die Mutter aller Probleme“ ist, anders als wohl auch Alexander Gauland glaubt, nicht die Migration. Was sollte an einem Migranten aus Polen zum Beispiel verwerflich sein, der hier arbeitet oder ein Unternehmen gründen möchte? Das Ruhrgebiet ist voll von Nachkommen polnischer Einwanderer. Was überhaupt soll an Ein- oder Auswanderung auf eigene Kosten problematisch oder gar gefährlich sein?

Die Mutter aller Probleme ist nicht die Melodie der Migration, sondern das Zwangsmonopol als Instrument selbst, auch und gerade im Kanon der Merkelschen Massenzuwanderung. Die Mutter aller Probleme ist der Zentralstaat, weil er von seinem Wesen her als Zwangsanstalt und Monopolist mangels Konkurrenz gar nicht anders kann, als mit den Jahren immer unterdrückerischer und totalitärer zu werden und dabei auch noch immer teurer und leistungsschwächer – so wirken nun einmal psycho-moralisch die Gabe von Allmacht und ökonomisch die Monopolgesetze.

Insofern werden auch Gauland und Co, so wichtig sie momentan als Bollwerk gegen vorbrandende Schübe der Entwicklung sind, langfristig nichts zur Umkehr oder gar Lösung des Grundproblems beitragen. Nicht einmal zur aktuell nun wirklich in der Luft liegenden Forderung wenigstens nach Auflösung des Inlandsgeheimdienstes – wann, wenn nicht jetzt, nach all den Skandalen? – konnte sich die AfD aufraffen!

Wenn nicht das systematische Ausspionieren der Bürger und der Einsatz von Provokateuren und Einflussagenten gegen Andersdenkende – Gauland selbst wies auf die „Hitlergrußzeiger als größte Hoffnung für das politisch-mediale Establishment“ hin – in Frage gestellt wird, wenn nicht solche allerschlimmsten Auswucherungen des Staatsgeschwulstes beschnitten werden sollen, wozu soll dann die Alternative für Deutschland am Ende gut sein?

Und wo wir gerade bei den selbst für liberal Unbegabte besonders fragwürdigen „Staatsaufgaben“ sind: Eine Woche vor Gaulands großer Rede tagten „sportpolitische Vertreter der AfD-Fraktionen in den deutschen Landtagen und im Deutschen Bundestag“ in Berlin und legten auf einer Pressekonferenz ein 15-seitiges Papier vor: die „sportpolitischen Thesen“ der Partei. Da wir ja weiter lachen und nicht weinen möchten, hier die fünf natürlich mit staatsmännischer Miene todernst vorgetragenen wichtigsten Forderungen: Erstens: Verdopplung der staatlichen Förderung im Spitzensport. Zweitens: Mehr Steuergelder auch für Sportinfrastruktur und den Breitensport, „um die Gesundheit des Volkes zu heben“. Drittens: Die Olympischen Spiele müssen – mit welchen Mitteln wohl? – nach Deutschland geholt werden. Viertens: Ausweitung des Zwangsschulsports für alle Kinder „auf mindestens vier Stunden pro Woche, weil das unbedingt nötig ist“. Aber: „Man könnte auch schon in der Kita anfangen.“ Und fünftens, im ausgeweiteten Schulsport: Mehr Geräteturnen und Ringen.

(…) Derweil die gutbürgerlichen Wessis in der Partei sicher bereits im opernpolitischen Ausschuss ihr eigenes Papier erarbeiten. Die Forderungen? Meine Prognose: Verdopplung der Subventionen für die großen Opernhäuser. Mehr Steuergelder auch für Hobby-Tenöre. Bau schalldichter Übungsräume im staatlich geprüften Plattenbau. Verlegung des Wiener Opernballs nach Berlin. Tusch. Ausweitung der klassischen Musik an deutschen Schulen auf zukünftig mindestens vier Wochenstunden. Man könnte auch in der Krabbelgruppe anfangen. Und welche Arien an allen kleinen und großen Erziehungsanstalten zu singen sind, steht auch schon im AfD-Curriculum.

Die Mutter aller Probleme? Wird von der AfD eher verkörpert als erkannt.

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8 Gedanken zu “Die Mutter aller Probleme…

  1. Genau so ist es. Letztlich läuft alles letztlich um ein Gerangel am Staatstopf hinaus. Nur wer was und wie viel bekommen soll, da scheiden sich die Geister von Links bis Rechts. Dabei ist es eben gerade diese Abhängigkeit vom Staat und seiner immer stärkeren (totalitären) Monopolstellung, welche uns alle letztlich in eine tiefe Krise treibt. Ganz abgesehen davon, das zu grosse Abhängigkeit letztendlich immer infantilisiert und entmündigt. Ob Bitten, Betteln, oder frech Fordern, (wie gewisse Neueinwanderer), kommt dann fast auf’s Selbe heraus. Es gibt dem Staat zu viel Macht und dem einzelnen gebeutelten Steuerzahler (oder Individuum) zu wenig. (Ausser er ist ein „Opfer“, da Minderheitenschutz) Aussteigen, aus dieser kranken Matrix…… die Frage ist nur wohin, da ja jetzt alle Länder der EU am selben „Tropf“ hängen und mitmachen müssen, ob sie wollen oder nicht. Die EU wird es über Kurz oder Lang zerreissen; und die einzelnen Nationalstaaten gerade mit. Die sog. Vereinigten Staaten von Europa sind eben nicht wirklich vereinigt; und mit den USA auch überhaupt nicht zu vergleichen. Eine sehr gefährliche Entwicklung zeichnet sich da ab.

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  2. Ich sag ja schon laenger, die meisten Politiker der AfD stammen doch aus der 3. Reihe der Blockparteien. Die kennen gar nichts anderes als fremder Leute Geld auszugeben. Jegliche Art von Umverteilung laesst den Staat immer weiter wachsen; man findet ohne Probleme ein weiteres Grueppchen, welches noch nichts abbekommen hat. Eine Mehrwertsteuer von 10-15% wuerde vollkommen ausreichen um den gesamten notwendigen Staat zu finanzieren (Militaer, Polizei, Juristen). Andere Steuern braucht man dafuer nicht. Die Zwangsversicherungen, die ja auch umverteilen, waeren auch abzuschaffen.

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  3. Ich sehe die AfD auch nicht als Heilsbringer, aber solche Betrachtungen sind womöglich falsch.
    Es ist doch wohl offensichtlich, daß die AfD bekämpft wird ganz so, wie es den Grünen erging, dann der PDS…
    So fängt es immer an. Man kommt unter die Wölfe und muß sich über das freuen, was die Leitwölfe abgeben und das Spiel erst einmal mitspielen. Die Frage ist, was passieren würde, käme die AfD an die Macht. Vielleicht nichts, dann wäre sie sofort weg vom Fenster. Es wählt ja keiner den etablierten Gauland sondern die, die über solche alten Gaulands in die Politik sprangen. Man wählt wegen Peter Böhringer oder Björn Höcke. PB kenne ich schon vor AfD und ich mag und schätze ihn. BH ist voller Leidenschaft, nur wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.

    Wer jetzt schon schreit „die sind ja genauso!“, hat keinerlei Ahnung wie System funktioniert. Wie komplex es ist und wie gefährlich. Erinnert an die Reaktionen auf Trump. Nochmal, auch ich sehe da noch nicht viel. Aber diese Partei existiert erst seit vorgestern und hatte bereits zwei Königsmorde. Wären andere Parteien auch so drauf – die AfD würde es womöglich gar nicht geben.

    luisman hat absolut recht mit „Eine Mehrwertsteuer von 10-15% wuerde vollkommen ausreichen…“. Also warum ist es nicht so?
    Diese ablaufenden Schuldenorgien werden ein Ende finden. Sollte die Welt zu einem gedeckten Geld (aka Goldstandard) zurückfinden, gehen Exzesse sowieso nicht mehr. Das ist ein heikles Thema. Herr M. wollte mal das deutsche Gold besichtigen und war eine Woche später zufällig tot. Das mag passieren, wenn man zu schnell zu viel will. Deswegen gebe ich der AfD Zeit und die Freiheit jeden Quatsch mitzumachen.

    Was mir am Lichtschlag Artikel am meisten auffällt ist dies: „Da wir ja weiter lachen und nicht weinen möchten, hier die fünf natürlich mit staatsmännischer Miene todernst vorgetragenen wichtigsten Forderungen…“
    Also warum ist das so? Weil die AfDler bekloppt sind? Das ist genau das billige einfältige und arrogante Denken von heute. Und es mag natürlich so sein, aber vielleicht ist es ja so:
    Eine Regierung macht einen Haushalt – nicht was sie braucht sondern was sie ausgeben will! Das hat mit kfm Denken nichts zu tun. Der Haushalt steht fest und wird dann verteilt und wenn es nicht in die Harmlosigkeiten der AfDler fließt, dann gehts an Schlimmeres, aber gespart wird es nie!

    Oder dies: „Was sollte an einem Migranten aus Polen zum Beispiel verwerflich sein, der hier arbeitet oder ein Unternehmen gründen möchte?“
    ich muß annehmen, daß er es wirklich nicht weiß…

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    • Danke für den Kommentar, Fin. Ich glaube allerdings, dass eine AfD, oder wie „sie“ auch immer heissen mag, heutzutage nichts, aber auch gar nichts mehr verändern kann. Sie schreiben sinngemäss, die quasi harmlosen Budgetposten der AfD seien alleweil besser, als das, wohin die Gelder sonst fliessen. Das ist Kosmetik – in der Tat. Es ist das liebevolle Behandeln der Baumblätter, während die Wurzeln längst verfault sind. und nur das gedüngerte Wasser (Liquidität, Falschgeld) den Baum noch einigermassen grün sein lässt. Solange eine Partei meiner Meinung nach nicht antritt, tausende Beamtenstellen und die eigenen Posten zu eliminieren, wird sich nichts ändern. Dass das eines Tages passiert, ist unwahrscheinlich. Denn weder Politiker (welcher Partei auch immer), noch der Bürger ist bereit für solch einen Entzug. Es wird, wie stets, wenn Gesellschaften oder gar Zivilisationen in der Vergangenheit „zu Boden“ gehen, ein Schock sein. Ich weiss nicht mehr, wer gesagt hat, am Ende einer jeden Zivilisation stünden ein aufgeblähter Staat, Korruption und verwässertes Geld – am Anfang einer Zivilisation stünde Gold. Der Wechsel vom einen zum anderen Zustand ist indes nie schön. Und wurde noch nie politisch erreicht. Stets nur durch massive Krisen. Leider.

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  4. Die grosse Freiheit beinhaltet allerdnigs nicht nur das Gute sondern auch das Böse. Deswegen kommt man an einem Rechtsstaat nicht vorbei, der innerhalb eines Terrotoriums für alle das gleiche Recht durchsetzt. Das ist also immer mit einem Monopol verbunden. Ich meine, man sollte hierbei zwischen Sicherheits- und Wirtschaftsfragen unterscheiden.

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  5. Für die Begrenzung der Staatswucherung war mal die FDP zuständig. Ist wohl Vergangenheit. Heute haben Staat, Parlament, Justiz, etablierte Parteien, Presse, etc. eine neue Qualität erreicht und alle haben sich gemeinsam einem Großprojekt verschworen. Europäischer Zentralstaat, Ersatz der schrumpfenden Bevölkerungen durch Masseneinwanderung, Ausweitung der militärisch strategischen Position der Nato für den kommenden Kampf gegen den chinesischen Drachen, wobei vorher noch schnell der russische Bär erlegt werden soll. Bei diesen gewaltigen Vorhaben sei mit Verwerfungen und Kollateralschäden zu rechnen. Nur wird mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die europäischen Völker beginnen mit Widerstand gegen die Auflösung ihrer Identität. Die Massenzuwanderer haben anderes im Sinn, als den europäischen Weltmachtträumen nachzuhelfen. Und wieder wird es ganz anders kommen.

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