Bürgerwille statt Beamten-Befehl

Die Selbstbestimmungsinitiative wird nicht ohne Grund von der Verwaltung, von allem Verwaltungs-Nahen und Verwaltungs-Geförderten bekämpft. Denn: Verwaltung ist bloss ein anderes Wort für Regierung – und damit für Durchsetzung und Zwang. Kurz: für Macht. 

Macht bedeutet, dass jemand über die Mittel verfügt, mit denen andere dazu gezwungen werden können, das zu tun, was der Inhaber der Macht will. Und es ist eine unumstössliche Gesetzmässigkeit, dass Macht über andere nur dort wachsen kann, wo diese anderen freiwillig oder durch Gewalt ihre individuelle Freiheit abgeben.

Wie total eingeschläfert muss das Gefahrenbewusstsein für den Verlust der eigenen Freiheit der Mehrheit einer Gesellschaft sein, um beim  Abstimmungskampf zur Selbstbestimmungsinitiative nicht alle Alarmglocken läuten zu hören! 

Internationales Recht, so wie die Initiativgegner es wünschen und überhöhen,  ist nicht „Recht“ wie jedes andere, wie Landesrecht es ist. Das ist ein riesiger Unterschied. Auf der einen Seite haben wir das zum Recht erhobene natürliche über Jahrhunderte gewachsene Rechtsempfinden der Menschen eines Landes. Auf der anderen Seite ein Regelwerk der (Selbst-)Ermächtigung künstlich geschaffener Organisationen. Ersteres steht immer im Dienst des Individuums und der Bürger eines Landes und schützt sie auch und gerade vor dem schrankenlosen Zugriff des Staats. Letzteres ist das genaue Gegenteil, es liefert die Menschen aus und steht immer und zuerst im Interesse der rechtsgebenden Organisation. Wie könnte es auch anders sein, wenn Fortbestand, Wachstum, finanzieller Rahmen, Posten und Prestige derselben davon abhängen?

Solches internationales Recht ist daher ein „Recht des Stärkeren“. Es ist also Gewalt. Es ist zweck- und zielgerichtetes Durchsetzungswerkzeug nicht legitimierter Organisationen wie EU und UN. Und der Schutz der direktdemokratischen Bürgerrechte und des Individuums stehen in dieser Ziel- und Zweckhierarchie, die Vergangenheit zeigt es deutlich, nicht an erster Stelle.

Kurz gesagt: Was uns im Rahmen des SBI-Abstimmungskampfs als „Recht“ (Freiheits- und Bürgerrechte) verkauft wird, ist in Wahrheit bloss ein anderes Wort für Befehle, hinter denen sich, wenn sie ergehen, der Verwaltungsapparat der Schweiz die Hände in Unschuld waschend und im eigenen Interesse verstecken kann. Denn wo ferne Beamte befehlen, ist im Land selber keiner Verantwortlich und keiner Schuld. Wenn also künftig die eigene Verwaltung (Regierung) etwas durchbringen will, wovon sie weiss, dass die Bevölkerung es mit Sicherheit abschmettern würde, braucht sie ihr Wollen bloss eine Stufe höher einzuspeisen und kann dann ruhig auf den Befehl von oben warten. Gewaltenteilung ist dann im selben Aufwasch auch bloss noch das romantische Relikt aus einer freiheitlichen Vergangenheit. 

Darum geht es. Nur darum. Ein Ja zur Selbstbestimmungsinitiative würde für die Verwaltung und jene, die von ihr profitieren, einen grossen Machtverlust bedeuten. Es geht also nicht um die „Schweiz“, um die „Demokratie“ oder die „Bürger“ und ihre Rechte. Es geht um die Interessen einer kleinen Gruppe von Menschen. Interessen, die sie über den Umweg des „Rechts“, ohne lästige Öffentlichkeit, ohne persönlich zur Verantwortung gezogen werden zu können und ohne direktdemokratisches Klimbim erzwingen wollen.

Freiheit und Abgabe der Macht sind aber zwei Dinge, die sich ausschliessen. Eine ausufernde Verwaltung ist für alle Freiheit eine tödliche Gefahr. Wird die SBI abgelehnt, dann wird diese Gefahr institutionalisierte Gewissheit. Rechtsempfinden und rechtsstaatliche Prinzipien werden den Ideen von Nützlichkeit, Zielen und Zwecken alles regulierender nationaler und supranationaler Verwaltungen geopfert sein. Und der Bürgerwille durch direkte Demokratie eingedampft zu einem Ventil der Volksbefriedigung. 

12 Gedanken zu “Bürgerwille statt Beamten-Befehl

  1. Das Verhältnis zur Freiheit kennt drei Zustände: Heiß, kalt und lauwarm. Im heißen Zustand wird Freiheit geliebt, man hat sie geschmeckt, man will niemals mehr etwas anderes als die Freiheit, die ganze Freiheit und nichts als die Freiheit. Man ist bereit, für die Freiheit sein Leben zu geben.

    Das kalte Verhältnis zur Freiheit ist die bewußt erlebte Knechtschaft, das Leiden an der Bedrückung, wenn Lügner, Diebe und Mörder noch das letzte glimmende Lebenslicht zerstören und man ohnmächtig dabei zusehen muß. In der größten Kälte wird dann aus der aufkeimenden Sehnsucht nach Freiheit ein Feuer, das niemand mehr löschen kann. Man spürt tief in seinem Inneren, daß irgendwo Freiheit zu finden sein muß, auch wenn man sie noch nie gesehen hat.

    Der lauwarme Zustand im Verhältnis zur Freiheit ist heute die Normalität, das ist dieses totale Eingeschläfertsein. Nun ja, wir sind gestorben, ansonsten geht’s uns gut. Freiheit, was ist das, ist das was zum Essen? Ich brauche keine Freiheit, wenn mir jemand Sicherheit verspricht. Freiheit ist mir egal, so lange ich machen kann, was ich will, und so weiter. Nach über hundert Jahren sozialistischem Todesschlaf kommt Freiheit nicht mal mehr in unseren Träumen vor.

    Heidiland ist moralisch abgebrannt, DACH-Schadenland kennt das Wort Freiheit nur noch im Neusprech-Sinn. Weint über euch und eure Kinder. Mit herzlichen Grüßen!

    „… it’s been so many years, so many tears, … “

    Chris de Burgh – The Revolution Trilogy LIVE

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    • Die Realitaet ist dystopischer als eine Novelle. Da ereifern sich die Gutmenschen bei jeder Gelegenheit ueber die laengst vergangene, kurze Phase, der Sklaverei in Amerika, ignorieren die lang anhaltende und fortdauernde Sklaverei vieler arabischer Staaten und entscheiden, ohne Zwang, selbst Sklaven zu werden.

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      • Der Zwang ist da, aber er wird nicht diagnostiziert. Beispiel: jahrhundertelange Herrschaft von Falschgeld demoralisiert, denn jedesmal, wenn jemand eine Euro-Münze o.ä. in die Hand nimmt oder entgegennimmt und einsteckt, gerät er – durch seine schweigende Akzeptanz – tiefer in den Bann dieser Zettelwirtschaft. Nicht nur die Diebe sind schuld, die Falschgeld in Verkehr bringen, auch jeder der es (unwissend) verwendet hat, ist und bleibt schuldig. Jeder Schuldner ist ein Sklave. Ist das leicht verständlich oder nicht?

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  2. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon, wer dann wieder „geschützt“ werden wird. Der Bürger ist es auf alle Fälle mal sicher nicht. Die Bürgerin vermutlich noch weniger. Die Senioren und Seniorinnen am aller wenigsten. Kartelle, Lobbyisten, Banken und ausländische Intensivtäter haben da schon mehr Chancen. Der „Kampf gegen den Terrorismus“ hat bis jetzt ja auch vor allem Zivilisten getroffen. So wird es auch unter internationalem (abgesprochenen) Recht weitergehen. Echte Opfer (oder Flüchtlinge) hatten noch NIE das Recht auf Recht. Täter schon. Alles eine Frage der Perspektive, des Geldes und gekaufter Rechtsverdreher.
    Und so wird das Unrecht und Chaos weiter legalisiert. Währenddessen „arbeiten“ die Jungen wie verrückt an ihren Körpern und ihrer individuellen Befindlichkeit. Instagram- und Selfie-tauglich! Wo bin ich da nur gelandet? Vom Wahnsinn umzingelt. Und alle Länder scheinen global mitzumachen. Animal farm!

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  3. Gerade eingebürgert… mit deutschen Wurzeln…. ich möchte FREI sein!!! Ich kann kaum begreifen, was hier läuft… ein Blick nach Deutschland müsste eine automatische Zustimmung zur Selbstbestimmungsinitiative zeitigen… :((

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  4. Das Hauptproblem der Initiative ist die Verbindung zur SVP. Kenne durchaus intelligente Menschen, denen bei Erwähnung der SVP unmittelbar das Gesicht entgleist. Da ist dann eine Sachlichkeit gar nicht mehr erwünscht. Konditionierte Reflexe… Glaub aber, die Initiative wird angenommen. Sie ist glaub auch besser ausgearbeitet als die Masseneinwanderugsinitiative, die ja auch angenommen wurde. Stichhaltige Argumente haben die Gegner auch keine. Kommt schon gut..

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  5. Vielen Dank für diesen exzellenten Artikel zu einem brandheißen Thema. Denn egal, womit uns die tagespolitische Agenda beglückt: Stets sind Politiker Verursacher derjenigen Probleme, die es ohne Politik gar nicht gäbe. Das ist nicht das Ergebnis von Unvermögen, es beschreibt vielmehr das Geschäftsmodell: Die Bürger (egal ob schweizer oder deutsche) kaufen sich per Steuerzahlung Probleme. Eines der schwerwiegendsten Probleme ist die Einschränkung persönlicher Freiheiten, die selbstverstärkend wirkt. Wer sich für die dramatischen Auswirkungen in Deutschland interessiert, der recherchiert nach der Rede des MdB Stephan Harbarth vom 08.11.18 zum Thema „Migrationspakt“. Eine sechsminütige Rede mit Sportpalast-Charakter. Übrigens: Außer Linkspartei und AfD haben alle Bundestagsfraktionen diesen Mandatsträger als Richter am Bundesverfassungsgericht nominiert.

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  6. Kommt der Feind mit schweren Waffen und lautem Gebrüll, dann soll das Furcht einflössen. Immerhin erkennt man aber schnell, was da kommt.
    Nun aber leben wir im Zeitalter des Feminismus, und die weibliche Agression ist hinterhältig. Täter sind Opfer, Beute ist Recht, Lügen sind schön.
    Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, wenn man aus einer Kultur stammt in der die Wahrheit und die offene Rede einst wertgeschätzt waren.

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    • Auch ich finde diese Art „Feminismus“ hinterhältig… allerdings würde ich das nicht mehr Feminismus nennen: diese Art social justice warriors führen nämlich Zustände herbei, die für normale Frauen (die meisten) unerträglich sind- da wird Islamismus beschönigt (was einer politisch korrekten Freiheitsberaubung gleichkommt) und Opfer (Ehrengemordete, „ungläubige“ Sexsklaven) werden unter den Teppich gekehrt, da werden emanzipierte Männer und Familienmenschen diffamiert statt respektiert – aber gerade gute Mann-Frau-Beziehungen sind für die familienorientierte Normalfrau äusserst wichtig für die eigene Lebensqualität als Frau und Mutter. Dass Frauen heute so gepusht werden ist mE weniger ein Zeichen echter Wertschätzung weiblicher Eigenschaften in der Gesellschaft (= das eigentliche Ziel des echten Feminismus) sondern dient der Instrumentalisierung der Frau für politische Zwecke. So wie man Angriffskriege besser als „humanitäre Interventionen“ verkauft um diese führen zu können, kann man mit Mama Merkel-Bildern (falsche Mütterlichkeit, täuscht Empathie vor) und pervertierten „Menschenrechten“ besser asoziale NWO-Politik verkaufen. Das entschuldigt nicht diese Frauen, sie lassen sich aus opportunistischen Gründen (Macht/ Geld) und Dummheit instrumentalisieren. Dennoch ist es falsch, daraus den Schluss zu ziehen, Frauen seien generell unfähig für die Politik/ Führungspositionen.

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  7. Dachte mir, dies sei ein neuer Artikel, bemerkte aber schnell, das ich das nicht mehr lesen will. Ich kanns nicht mehr hören. Wenn sie halt dagegen stimmen, selber schuld. Ja, wenn Sie so verblöendet sind, legen sie halt ein nein zur Demokratie ein. Negativ überaschen kann ma mi nimmer. Aber, wie in meinem letzten Kommentar, bin ich eigentlich für die SBI optimistisch. Der Migrationspakt wirds richten, wetten?
    Hab vor gut 3 Jahren den Hut genommen und lebe jetzt in einer richtigen Bananenrepublik. Indonesien. Moslems!!!! Aber hey… Kein Briefkasten, keine amtliche Post, keine Steuererklärung. Nichts. Oh ja? Ja!

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