Totalitäre Gerechtigkeit

Es hilft zum Verständnis dessen, was um uns her geschieht, sich klar zu machen, dass „Gerechtigkeit“ heute wieder ein Synonym ist für „das, was im Interesse des Staates“ liegt.

Das Verständnis, dass „Gerechtigkeit“ gleichbedeutend sei mit Gleichheit vor dem Gesetz, mit Individualismus, also dem Recht, in Ruhe gelassen zu werden und mit der einzig legitimen Aufgabe des Staates, die Freiheit seiner Bürger zu schützen, ist längst nicht mehr vorherrschend. Bei der jungen Generation war es das zu grossen Teilen gar nie.

Es ist an Ironie kaum zu toppen, dass diese Definition von Gerechtigkeit ausgerechnet unter dem Schlagwort der „Gleichheit“ in ihr Gegenteil verkehrt wird und „wir uns“ zurück-propagandieren lassen in eine Realität von Vorrechten und Privilegien (also Ungleichheit) und des Kollektivismus, in dessen Rahmen Aufgabe und Zweck des Individuums einzig jene ist, einem grossen Ganzen zu dienen.

Es spielt dabei keine Rolle, ob dieses grosse Ganze das Universum, der Planet, der Stamm, die Rasse, das Klima oder irgendein anderer Kollektivkörper ist. Effektiv dient solches am Ende immer und ausschliesslich dem Staat – jenen, die herrschen und herrschen wollen.

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