Charakteristik der neuen Frau

Emanzipierte Ödnis – von Michael Klonovksy

Gestern erklärte im ICE am Nachbartisch eine noch recht junge und zugleich etwas herbe Maid ihrer älteren Begleiterin, sie fände die Romane von Zola, Balzac und Tolstoi schon allein deswegen langweilig, weil die darin geschilderten Frauenleben so unerträglich öde seien. Weil diese Frauen allesamt nicht arbeiteten. Wäre ich kein manierlicher Mensch, ich hätte die Holde gefragt, ob sie Kinder hat. Sie sah so gar nicht danach aus, aber vielleicht täusche ich mich. Selbstverständlich sollen sich Frauen, wie man sagt, beruflich engagieren (um Missverständnissen vorzugreifen: Meine erste Ehefrau hatte zwei nichtgeisteswissenschaftliche Hochschulabschlüsse, die zweite ist Konzertpianistin), doch eine Frau ohne Kinder ist eine traurige, zuweilen sogar tragische Figur. Sie hat den eigentlichen Zweck ihres Daseins verfehlt.

Eine Gesellschaft, die das Leitbild der berufstätigen, kinderlosen oder Einkind-Frau über das der Mehrfach-Mutter stellt, stirbt sukzessive aus – und Schluss. Auch wenn ein paar Degenerierte meinen, das werde sich durch Einwanderung schon ausgleichen lassen, kurioserweise durch die Einwanderung von Völkerschaften, die von Frauenemanzipation im Schnitt ungefähr so viel halten wie die Grünen von Landesverteidigung. All diejenigen, die heute behaupten, die Bundesrepublik sei das beste Deutschland aller Zeiten, müssen die Frage beantworten, warum dieses Volk sich dann nicht mehr im für die Selbsterhaltung notwenigen Maße fortpflanzt, warum die Endverbraucher ihr schönes Land allein genießen und sich dann absentieren wollen. Die Attraktivität Deutschlands für Einwanderer ohne Bildung und Erwerbstätigkeitsgeneigtheit spricht übrigens nicht dafür, dass wir es mit dem allerbesten, sondern dem allerdümmsten Deutschland zu tun haben (von den superschlauen und oftmals gewiss kinderlosen einheimischen Nutznießern der staatlichen Analphabetenimport-Förderung einmal abgesehen).

Tatsächlich sind die meisten Frauenleben auch heute so unerträglich öde, dass man über sie nicht einmal dann einen Roman lesen wollte, wenn er von Tolstoi stammte. Besonders wenn die Protagonistinnen dem neuen Akademiker-Prekariat entstammen, das einem entweder in staatlich geförderten Kampagnen gegen „Rassismus“, „Sexismus“, „Diskriminierung“ und überhaupt gegen „rechts“ auf den Keks geht, im Internet Spitzeldienste und Denunziationsaufräge verrichtet, an den Unis Theoriemüllhalden aufhäuft, allmählich aber eine Zahl erreicht hat, dass erste Detachements der wohlverdienten Arbeitslosigkeit zugeführt werden. Womit ich überleite zu dem allzeit zitierenswerten Hadmut Danisch, der einen „Jammerartikel einer promovierten Geisteswissenschaftlerin, die keinen Job findet, die keiner haben will und der das Arbeitsamt nur Erdbeerenpflücken oder Umschulung zur Sekretärin anbieten kann“, zum Anlass für eine entzückende Philippika nimmt:

„Wir bekämpfen aber nicht Arbeitslosigkeit, wir machen sie. Seit Jahren ist es Politik, Leute auch dann, wenn sie weder geeignet sind noch benötigt werden, auf Teufel komm raus in die Universitäten zu quetschen und sie dort halt in völlig nutzlosen Pseudostudiengängen einzupflanzen, statt sie einen passenden Ausbildungsberuf ergreifen zu lassen oder ihnen einfach zu sagen ‚Studier was Gescheites oder lass es bleiben!‘ Wir sitzen auf einem riesigen Haufen – hauptsächlich weiblicher – Leute, die man in die völlige Unfähigkeit promoviert hat, Frau Dr. kann. nix. Inhalts- und anspruchslose Pseudoabschlüsse und -promotionen, weil man in dem links-genderistisch-ideologischen Wahn glaubte, dass das alles nur ein riesiges soziologisches Experiment über Sozialisierung sei und aus Leuten hochbezahlte Wissenschaftler werden, wenn sie nur einfach so tun als ob und das ganze universitätstypische Gehabe kopieren, und sich einfach selbst für Wissenschaftler halten. (…)

Wären vor allem die Frauen aus dieser Gruppe einfach wie früher Hausfrau, Ehefrau, Mutter geworden, Klischee am Herd, wären sie nicht dümmer, aber hätten ein erfülltes Leben, Kinder und den Bevölkerungsstand zugunsten der Rentenkasse gesichert. Mag sein, dass das ein übles Klischee ist. Aber eins, das erwiesen besser funktioniert hat als die derzeitige Politik. Was haben sie nun als emanzipierte, promovierte, moderne Frauen? Gar nichts. Und auch keine Aussicht mehr darauf. Neulich habe ich irgendwo einen Artikel gelesen, auf dem eine jammerte, dass Frau über 30 nicht nur keinen Typen als Freund mehr findet, sondern inzwischen nicht mal mehr über Tinder einen findet, der sie noch – nicht mal kostenlos, unverbindlich und ohne Verpflichtungen – vögeln wolle. Als Frau hat man eben die besten Jahre zwischen 20 und 30, und die haben viele – Gender und Feminismus sei Dank – für nutzlose Schwachsinnsstudien an der Uni-Klapsmühlen vergeudet. Dann läuft nichts mehr.“ (Mehr Einblicke in die emanzipierte Ödnis hier.)

Nein, einen Roman will man über diesen MenschInnenschlag nicht lesen. Eine Satire wiederum würde nicht funktionieren, denn es handelt sich bereits um eine reale. Eine Tragödie? Ach wo, sie haben oder hatten doch zumindest eine Wahl. Nein, mehr als eine Groteske lässt sich aus diesem Personal nicht herauspressen.

Dieser Text ist zuerst auf der Website von Michael Klonovsky erschienen. Für die Erlaubnis der Übernahme bei FRANKJORDANGLOG ein herzliches Danke.

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6 Gedanken zu “Charakteristik der neuen Frau

  1. An der ganzen „weiblichen Misere“ sind in der Regel nicht nur die bösen Neo-Feministinnen schuld, sondern es ist tatsächlich für Frauen „öde“. Die Wahl oft gar nicht gegeben. Und für eine kinderreiche Familie à la Klonovsky brauchte es tatsächlich auch einen entsprechenden Ernährer. Sonst droht Hatz4. Wo ist der? Die Zeit ist halt nicht (mehr) so. Die Schuld daran einzig bei den Frauen zu verorten ist etwas gar kurz gedacht. Und auch das Leben vieler Jungmänner erscheint mir mehr als öde. Nicht nur das Leben vieler Frauen. Dies, obwohl ich mit den marxistischen Neo-Feministinnen auch nicht viel anfangen kann. Aber mir käme jetzt nie in den Sinn „die Schuld“ an der zunehmenden Kinderlosigkeit allein bei den Frauen festzumachen.

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    • Hallo yvonne52
      Deinen Kommentar finde ich interessant.
      Wieso gehst Du davon aus, dass der Autor Jemandem die „Schuld“ für die „Misere“ zuweisen will, oder in seinem Artikel überhaupt irgendwo einen Schuldigen sucht?
      Das habe ich da ehrlich gesagt nicht heraus gelesen, sondern einfach eine Istzustandsanalyse.
      Was löst bei so vielen Frauen immer diesen Reflex aus, dass Jemand Ihnen die „Schuld“ an irgendetwas geben möchte?
      Ich als Mann z.B. habe den Artikel einfach als Analyse gelesen, mit ein wenig satirischem Hauch.
      Aber nicht als Schuldzuweisung an jemanden, oder eine Gruppe.
      Wenn überhaupt, gehören immer zwei Seiten dazu, eine Seite, die Verführt und eine Seite, die sich verführen lässt.
      Wer war an der Vertreibung aus dem Paradies „schuld“?
      EVA, die ADAM verführt hat, oder ADAM, der sich verführen lassen hat?
      Oder Beide?
      Ich würde sagen, Beide, wobei ich es sogar persönlich verwerflicher finde, dass Adam sich verführen lassen hat und nicht einfach Nein gesagt hat.
      Der Teufel verführt die Menschen und erhält dadurch seine Macht.
      Wenn sich aber Niemand mehr verführen lässt, ist seine Macht dahin.
      Gilt überall.
      es gibt Menschen, die die Massen zu etwas verführen wollen.
      Würden alle nein sagen, hätten die Verführer allerdings keine Chance mehr.
      Das kann man endlos philosophisch betrachten.
      Wo mehrere Akteure beteiligt sind, hat auf jeden Fall Niemand einseitig Schuld am Ergebnis.

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      • Danke Eva! Die Diskussion um Schuld und Verführung kann tatsächlich auf die herausfordernde Geschichte von Paradies und Sündenfall zurückgeführt werden. Das Paradies verspricht „die grenzenlose Fülle für alle“, d.h. „alles für alle“ und erst noch ein Leben ohne Arbeit, ohne Schmerzen und ohne Ende. Davon liess sich der Sozialismus inspirieren, was ich verhängnisvoll finde. Dass Eva, wörtlich übersetzt „das Leben“ die Frucht vom Baum der Erkenntnis pflückte, die dazu führt, dass der Mensch zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden kann und damit einen freien Willen bekommt, ist aus meiner Sicht kein Sündenfall. „Das Leben“ hat sich die Freiheit genommen und dafür den Preis bezahlt, dass es Mühsal und Arbeit, Knappheit und Endlichkeit mit sich bringt. Die Vertreibung aus dem Paradies der Fülle für alle ist m.E. ein Teil der Menschheitsgeschichte, die nicht zwingend im Desaster und auch nicht in der unmöglich gewordenen und vielleicht auch gar nicht wünschenswerten Rückkehr ins Paradies endet. Man sollte sie nicht als Strafe deuten, sondern als Challenge, und der biblische Gott hat sich ja von einer Menschheit, die zwischen gut und böse unterscheiden und frei sein will, nicht für immer abgewendet. Ich bin Eva dankbar, dass sie sich zur Freiheit verführen liess und auch Adam zur Freiheit verführt hat. Die Welt ist deswegen nicht verloren, sie wurde lediglich interessanter und herausfordernder. Ich tausche das gerne gegen ein „Paradise lost“, das meines Erachtens ohnehin nicht nachhaltig überlebens-
        fähig war.

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  2. Ja, da ist viel drann. Der Trieb zu den Unis, wo dann aber nichts verwendbares studiert wird. Das Kopieren von Rollenvorbildern, um des Kopierens von Rollenvorbildern wegen, aber ohne tieferen Sinn. Frauen, die entwertet werden wenn sie Mütter werden statt sich einer Ideologie oder Karriere unterzuordnen.

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