Du bist reich, weil ich arm bin

Wenn Leben ein Nullsummenspiel wäre, wäre es nicht Leben – von Niels Dettenbach

„Menschen sind arm, weil andere reich sind“ – diese Kernidee des Marxismus ist so zutreffend, wie die Annahme: „Menschen sind dumm, weil andere intelligent sind“.

Natürlich sind Begriffe wie „arm“ oder „dumm“ immer relativ – gäbe es keine herausragend Intelligenten oder auch Reichen, gäbe es keine (relativ) Armen. Aber kein Dummer wird allein dadurch intelligenter, kein Armer dadurch vermögender, wenn es weniger Intelligente oder Reiche gäbe. Weder Produktivität noch Intelligenz sind statische Ressourcen, nur weil sie „nicht unendlich“ vorhanden sind. Dieses grundlegende Mißverständnis fiel schon Ökonomen zu Marx Lebzeiten auf, weshalb seine „Kapitaltheorie“ bereits da als widerlegt galt.

Auf diesem aber durchaus gefährlichen Narrativ gedeihen immer neue Ideen, warum die Versklavung von „Reichen“ oder „Intelligenten“ durch Entitäten der (Selbst)Gerechtigkeit nicht nur „gerecht“ sei, sondern der Weg zum „Wohlstand für alle“. Daß Europäer und Amerikaner die neuen Sklaven der Dritten Welt seien müssten, weil sie ihren Wohlstand der Armut / „Ausbeutung“ der Dritten Welt verdankten und deren Armut „Resultat“ dessen sei, könnte kaum gefährlicher für die freiheitliche Welt sein.

Und jeder achso „arme“ Deutsche, der mit in diese Tröte bläst, sei daran erinnert: Schon Hartz IV Empfänger hierzulande gelten als „reich“ in der Welt – gehören zum „wohlhabendsten Fünftel“ der Erdbevölkerung…

Die Sklaverei 2.0 – wieder einmal erst von staatlicher Obrigkeit perpetuiert / möglich gemacht – rollt das 3. Jahrtausend an. Sie nennt sich (wie so ziemlich jede Schweinerei staatlicher Kasten in der Geschichte) „Gerechtigkeit“.

5 Gedanken zu “Du bist reich, weil ich arm bin

  1. Wie gerne beschränken wir uns nur auf Zahlen,
    auf das „Monetäre“
    und winken dann mit dem Zeigefinger gen „Hartzies“,
    mit den nackten Zahlen in der Hand,
    wo die knapp 400 Euro schon dem Gehalt eines Büroleiters in Tansania entsprechen … –

    Darüber hinaus verschenkt man – im politischen Diskurs und beim Schreiben von gesellschafts-politischen Abfassungen gerne Worte, welche die hier „illustrierte, andere Seite“ ad absurdum führen dürfen/ sollen (nicht ganz ohne Logik und Weitsicht) – doch leider trennen wir wieder zu gern,
    statt geschlossen oder mit möglichst größter Schnittmenge,
    welche beim Tun auch noch wachsen mag, ergebnis-offen und doch zielgerichtet (mag es mehrere Ziele wirklich geben?) für die Verbesserung der Lebensumstände auf diversen Ebenen zu „sorgen“.

    Nun, ich bin heute zerknittert und mit dem linken Fuß dem „Bett entfallen“
    und bitte die kratzigen Worte zu entschuldigen …

    Raffa.

    Gefällt 1 Person

  2. Bei kleinen Kindern sieht man wie es beginnt: da wollen die jüngeren auch alles gleich gut können und dürfen, wie die schon etwas älteren. Was aber oft nicht geht. Und das ist sooo unfair!

    Gefällt 1 Person

  3. Vielfalt statt Einfalt, schreibt Robert Nef. An anderer Stelle hatte er die Unterschiedlichkeit als Notwendigkeit genannt.. Ein Prinzip aus der modernen Physik bestätigt das. Die Ideologie des Marxismus ist nicht nur einfältig, sondern grundfalsch, weil sie nicht die Wirklichkeit beschreibt. In Wirklichkeit gibt es unendlich viele Ideen (so viele es Menschen gibt, wie Papst Benedikt XVI. sagte),
    also die Vielfalt. Armut und Reichtum: von einem Ordensbruder wünschen wir uns, daß er geistig reich ist. Gleichzeitig erfordern die Gelübde mancher Orden die materielle Armut. Beides hängt unmittelbar zusammen. Marxismus und Kommunismus, alle linke Ideologie ist in Bezug auf die Wirklichkeit unserer Welt weniger als das kleine Einmaleins und nicht sinnstiftend, also nicht wert, verfolgt zu werden. Nach zu vielen Schiffbrüchen mit linken totalitären Ideologien (ohne Lerneffekt) könnte es jetzt für den vaterlosen deutschen Michel (zur Erinnerung: DER VATER SCHUF DIE WELT!) an der Zeit sein, stattdessen nach fünfhundertjähriger Pause wieder traditionelle katholische Ordensregeln in den Blick zu nehmen, als Annäherung an die Wirklichkeit, die sich niemals ändert und er wird sehen: DANN KLAPPTS AUCH MIT DEM NACHBARN!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s