Ungleichheit – Nicht Übel, sondern Notwendigkeit

Von Robert Nef

Dass vom Fortschritt des allgemeinen Wohlstands letztlich nur einige wenige «immer Reichere» profitiert hätten, während die Zahl der Ärmeren zunehme, ist eine weit verbreitete und fast grenzenlos populäre Meinung. Ob sie zutrifft, liesse sich zunächst einmal anhand der eigenen Familiengeschichte überprüfen. Nur eine Minderheit könnte so den Mythos fortschreitenden Verarmens weiter Bevölkerungskreise verifizieren.

Alles Ausnahmen? Folgen kolonialistischer und kapitalistischer Ausbeutung eines Milliardenheeres von Verarmenden und Hungernden, denen es besser ginge, wenn es keine reichen Völker und keine reichen Menschen und mehr zwangsweise Umverteilung gäbe? Eigentlich ahnen und wissen wir es, nicht der Franzose Thomas Piketty, sondern Abraham Lincoln hat recht: «Wir können Arme nicht reicher machen, indem wir Reiche ärmer machen. »

Aber Populäres wird nicht nur in der Politik, sondern auch in den Medien in den Schulzimmern und auch an Universitäten selbst dann verbreitet, wenn es nicht den Tatsachen entspricht. Offenbar wird dadurch ein diffuses Grundgefühl angesprochen, in welchem sich urtümliche Gleichheits- und Gerechtigkeitsansprüche mit Neid und mit jenem schlechten Gewissen vermischen, das uns Propagandisten aller Couleurs einreden, wenn sie sich auf Kosten anderer bei Dritten beliebt machen wollen. «Wenn Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet», lesen wir bei George Orwell, «dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.»

Es darf und soll hier klar festgehalten werden: Marktwirtschaft und Freihandel führen dazu, dass Reiche reicher werden. Die erste Hälfte der eingangs erwähnten populären Behauptung stimmt. Dass dies auf Kosten von Armen geschehe und die Zahl der Armen vermehre, ist aber ein fataler Irrtum. Im Gegenteil: Der Reichtum der Reichen ist in einer Marktwirtschaft die Basis der allgemeinen Wohlstandsvermehrung. Er führt dazu, dass Arme schneller reich werden und dass der allgemeine Wohlstand wächst, wenn nicht ein etatistisches Regime durch Zwang und Umverteilung die Produktivität wieder zerstört.

Die sogenannten Misserfolge der Marktwirtschaft sind nicht durch deren Offenheit, sondern durch eine verderbliche Verquickung von wirtschaftlichem Kalkül und Regierungsmacht entstanden. Wenn der Reichtum nicht als Investition wieder in die Wirtschaft zurückfliesst, sondern ins politische System umgeleitet wird, so erzeugt er keinen allgemeinen Wohlstand, sondern verstärkt den Teufelskreis politischer Macht.

3 Gedanken zu “Ungleichheit – Nicht Übel, sondern Notwendigkeit

  1. „Ungleichheit – Nicht Übel, sondern Notwendikeit“ wird bestätigt durch ein Prinzip in der modernen Physik, der Quantenmechanik. Das Pauli-Prinzip besagt, daß zwei Elektronen in einem Atom nicht in allen Quantenzahlen gleich sein können, sonst hat das Atom keinen Bestand. Erweitert gilt dies für die gesamte Materie, die Seele, den Geist, für die gesamte Schöpfung. Oben ist das Pauli-Prinzip für dei Wirtschaft beschrieben. Fazit: Ungleichheit ist daa Prinzip für den Bestand unserer Welt. Daraus können wir sicher schließen. welcher Geist bzw. Ungeist im Moment wieder einmal in den Verantwortlichen unserer Tage am Werk ist.:Es ist der Geist des Todes – Asche zu Asche, Staub zu Staub!

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