Kapitalismus: Das Unmögliche möglich machen

Sämliche bisher erprobten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen funktionieren in der Regel wie eine Sanduhr: über kurz oder lang konzentriert sich der Wohlstand im Umkreis dessen, was sich Obrikeit nennt und ihr zudient. Auch im Fall sogenannt „sozialer Marktwirtschaft“ und „Demokratie“ – es ist, wie Antony Mueller es in anderem Zusammenhang so treffend ausdrückte, eine Privilegien-Herrschaft: Die Verteilung kleiner Privilegien an die Masse sind in dieser Ordnung nur der Trick, um die riesigen Privilegien für einige wenige zu rechtfertigen.

Eine Gesellschaftsordnung, die auf privatem Eigentum sowie freiem und freiwilligem grenzüberschreitendem Tausch von Gütern und Leistungen basiert – allgemein als Kapitalismus und Globalisierung verschrieen – kommt dagegen dem Wunder einer Sanduhr gleich, in welcher der Sand in beide Richtungen fliesst. Reiner Kapitalismus wurde noch nie ausprobiert – es würde eine obrigkeitsfreie Gesellschaft bedingen. Aber da, wo er sich in Teilen entfalten durfte, hatte er einen massiven Einfluss auf die Gesellschaft und den Einzelnen: Gesundheit, Wohlstand, Umwelt, Ressourcenverbraucht, Bildung – um nur einige der Bereiche zu nennen, die sich zum Guten verändert haben.

Wer vor diesem Hintergrund den Kaptialismus bekämpft, sollte zumindest so ehrlich sein und sich eingestehen, dass er sich damit für die Aufgabe der Errungenschaften der Zwei-Richtungen-Sanduhr und für eine Rückkehr zur Ur-Sanduhr ausspricht: Durschnittsalter 38, Kindersterblichkeit von 50 Prozent, Armut als Normalzustand, Mangel als Konstante und Freiheit nur noch als philosophische Variabel renitenter Phantasten. Das Ganze dann „Rettung der Menschheit und des Planeten“ zu nennen, hat etwas grotesk Komisches an sich.

6 Gedanken zu “Kapitalismus: Das Unmögliche möglich machen

  1. Jedes Kind, so es wach ist
    und/oder dieses Spiel gepielt hat
    kann einem ganz simpel das System des Kapitalismus erklären.
    Da ist, leider und zu allem Überfluß, eine Professur nur hinderlich. Die Erwachsenen vergessen halt schnell oder lassen sich verbiegen und/oder kaufen.

    Wer in seiner Jugend mal für ein paar Jahre dieses „tolle“ Gesellschafts-Spiel „Monopoly“ gespielt hat, weiß, was der Sinn des Spiels ist … – und somit auch des Kapitalismus, ganz gleich, mit welcher Farbe er getüncht ist. Werden jetzt die aufschreien, welcher auf der vermeintlichen Gewinnerseite sich wähnen und zu allem Überfluß die diskreditieren, welche sie dder „Verlierer-Seite“ zu schlagen.

    Wieso klingelt es jetzt in meinem Hinterstübchen und die „Evoltutions-Theorie“ springt hervor, welche da, so ein wenig, mit ihren Prinzipen „begleitend“ daher kommt … hmm
    Der Stärkere gewinnt … und dann. „Reset“, Teil-Gewissen oder die Erkenntnis, das diese Form von Destruktivismus …
    Kausal-Ketten und das Vermögen in ihnen zu denken geht schnell verloren, wenn man mit „Räppelchen und ´ner Tüte Prestige“ bestochen wird.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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  2. „Das Unmögliche möglich machen …“. Papst Benedikt sagt von seinem Christus, daß er alles gibt und nichts für sich behält. Es ist DAS Merkmal des vollkommenen, gesunden, heilen, hEILIGEN GEISTES, das ihn befähigt, das zu tun. Gemeint ist unendliche Schöpferkraft ohne Verbrauch, die immer weiterverschenken kann ohne zu ermüden. Er tut das in allen Lebensbereichen, nicht nur in der Wirtschaft. Das Unmögliche wird möglich durch dieses Geheimnis, das Geheimnis des lebendigen Gottes. Es ist ein immerwährendes Wunder und es wird möglich durch den Glauben, durch die persönliche Verbindung mit Christus, nicht durch irgendeine Theorie oder Technik von Menschen.
    Demgegenüber stehen die Aktivitäten derer, die Sir Roger Scruton schon 1968 einen wilden Mob von verwöhnten mittelmäßigen bürgerlichen Hooligans nannte. Ihre jüngeren Geschwister bevölkern heute viele Parlamente und den Kulturbetrieb und gaukeln uns vor, die Welt retten zu müssen und zu können. Die Welt ist bereits gerettet vor ca. 2000 Jahren durch den Kreuzestod Jesu Chrsti und sein ewiges Kapital ist der HEILIGE GEIST. Wenn die weiter oben erwähnten Hooligans sich darauf beschränken, daß im Winter der Reißverschluß ihres Anoraks funktioniert und ihr Regenschirm reibungslos aufgeht, haben sie genug getan. Damit ist dann ihre Kapazität auch schon völlig erschöpft. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen!

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    • Na, das der Papst so lausbübisch ist

      und in seiner „Nachfolge“ irgendwie, oder täusche ich da mich, in die andere Richtung läuft.
      Eigentlich könnte doch „seine“ Organisation den ganzen Planeten für ein paar Jahrhunderte aushalten, ohne das irgenwer hungern müßte, keine Heimat hat … etc.

      Stelle man sich dann noch vor, daß die (kapitalistischen“ Kaufleute, die „Banker-Elite“ es ihm nachmachen würde ….

      Ach ja, die Reißverschlüsse,

      Raffa.

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  3. Das stimmt mit dem Lauf in die falsche Richtung und Ihrer Schlußfolgerung daraus. Aber Sie meinen sicher den aktuellen Papst Franziskus, nicht den eremitierten deutschen Papst Benedikt. Immer wenn versucht wird, die Kirche einer weltlichen Organistion, einer Immobiliengesellschaft, einer Bank oder einer NGO anzugleichen, geht es schief, weil die „Originale“ der Welt, wie kürzlich ein konservativer Kirchenvertreter bekräftigte, das viel besser können als die Kirche. Es ist aber auch gar nicht deren Aufgabe, eine NGO oder eine andere weltliche Organisation zu sein.

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    • Nun, diese Organisation hat da eine verdammt lange Erfahrung,
      wie man in den aktuellen Geschichtsbüchern selbst noch nachlesen darf, seit 538 n. Chr.
      sind sie in weltlicher-politischer Macht geübt.
      Und das moentäre haben sie auch sehr gut im Griff,
      auch wenn sie dafür stets ihre Erfüllungsgehilfen und „potenten“ Strohmänner hatten …

      Das der Vatikan (ehemals Kirchenstaat) auch heute noch zweigleisig fährt, sieht man daran, daß dieses Organisation auch bei der UNO (grübel.grübel) als Staat (s-gebilde) eingetragen ist.
      So können die Päbste, als Staatsoberhaupt, ganz entspannt vor Kongress, UNO und auch dem Bundestag sprechen – wer mag sich erinnern, welch kleinen Aufruhr es gab, als dies ein gewisser Benedikt dies in Berlin tat …

      Na, und verschleiern ist doch das „Einmaleins“ eines guten …
      Da können die Presseorgane der Organisation sich dann auch austoben, mitunter nach dem Motto:
      „Wasser predigen und (selbst) Wein trinken“.
      Wie man vernehmen und lesen kann, hat doch sogar eine noch längere „Tradition“

      Die Worte hier sind nicht böse gemeint, ansonsten bitte ich um Nachsicht,
      doch vielleicht mag man sie als Einladung nehmen, sich diese Organisation samt der Tochterunternehmungen mal etwas genauer anzuschauen.

      Alles Liebe,
      Raffa.

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