Verarscht worden? So what!?

Was zählt, ist, wie wir jetzt damit umgehen – von Philipp Anton Mende

Zum Wesen einer waschechten Sekte gehört(e) stets dazu, menschliche „Kollateralschäden“ auf dem Altar oder unter dem Deckmäntelchen des „Notwendigen“ zu opfern, zu ignorieren oder (achselzuckend) in Kauf zu nehmen. Als Lehrer befinde ich mich im Vergleich zu anderen Berufssparten aktuell an vorderster Front, was den Bereich der Auswirkungen der bald achtmonatigen Dauer-Einschränkung, Dauer-Überwachung, Dauer-Maske und Dauer-Ermahnung betrifft. Gewiss, viele Schüler stecken die Sache gut weg (oder tun zumindest so), aber sehr viele erleiden gegenwärtig psychischen Schiffbruch und es macht mich fertig, das mit ansehen zu müssen. Schüler, die ich jahrelang als energetische Frohnaturen wahrgenommen habe. Zerknautscht. Verwahrlost. Völlig in sich gekehrt. Isoliert. Stellenweise finden selbst Eltern und Freunde keinen Zugang mehr zu ihnen. Einige Eltern ziehen die Reißleine und brechen den Auslandsaufenthalt ab. Doch was dann? Wohin? Ein Neustart irgendwo ohne Freunde?

Ich höre von Folgeschäden durch Corona. Leute, erzählt mir nichts, denn ich sehe sie bereits. Tag für Tag. Und zwar innerhalb eurer Parallelwelt namens Realität, nicht in einer möglichen Zukunft, die gegenwärtig als Art letzter Strohhalm für die Rechtfertigung des Irrsinns herhalten muss.

Und ich muss gestehen, dass es mir zunehmend schwerer fällt, meinen Hass gegenüber denjenigen zu unterdrücken, die die Tragik um unsere Kinder und Jugendlichen mittlerweile zwar längst mitbekommen haben (oder gar aus erster Hand erfuhren), sich aber scheinbar „Pfff, ist halt jetzt so“ denken. Neben den katastrophalen Wirtschaftsaussichten. Neben dem Umstand, einem Furz im Winde hinterherzujagen. Hin und wieder höre ich, die Menschen seien zu doof, eigenverantwortlich mit solch einer Situation umzugehen und von daher müsse der allmächtige Staat, also einmal mehr der Initiator des Problems, rigoros vorgeben, wo es langgeht. Wisst ihr was? Das ist Unsinn.

Die Menschen konnten und können eine tatsächliche (!) Gefahrensituation (zumindest in Gestalt einer potenziellen Virusattacke) im Allgemeinen sehr wohl eigenverantwortlich einschätzen bzw. managen. Ich persönlich hatte in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis nicht eine Person (auf beiden Kontinenten), die die Sache zu Beginn NICHT ernst genommen hätte und entsprechende Vorkehrungen in die Wege geleitet hätte. Das, was seit geraumer Zeit von einigen als „Unfähigkeit zur Eigenverantwortung“ wahrgenommen wird, ist meines Erachtens eher das Gegenteil: Fähigkeit zum Aufbegehren, NACHDEM sich (glücklicherweise!) herausgestellt hatte, dass die tatsächliche Gefahr des Virus verschwindend gering ist, die Maßnahmen jedoch nicht entsprechend abgebaut und/oder aufgehoben wurden. Von den o.g. Kollateralschäden ganz zu schweigen.

Ich denke, viele Coronisten haben sich schlichtweg heillos in die Sache verrannt und sähen es mittlerweile als „Schande“, „Schwäche“ oder „Peinlichkeit“ an, zuzugeben: „Hey Leute, bin auch drauf reingefallen. Ich wurde auch verarscht.“ Vielleicht ist es die Angst vor möglicher Scham, die sie stattdessen die bisweilen immer aggressivere „Flucht nach vorne“ antreten lässt, ungeachtet des Umstandes, dass die „Exitkriterien“ einer nach dem anderen erfüllt wurden, aber leider nicht akzeptiert werden „dürfen“. Stattdessen werden immer neue kreiert.

Da ich weiß, dass die vom Staat initiierte, totale Spaltung der Gesellschaft keineswegs Zufall ist, sondern gewollt, um immer weitere Maßnahmen zur „Aufrechthaltung der Ordnung“ (sic!) durchpauken zu können, versuche ich meinen Hass herunterzuschlucken und strecke stattdessen dem Coronisten die Hand entgegen mit der Botschaft: „Ich bin auch drauf reingefallen. Ich wurde auch verarscht. Scheiß drauf. Kein normaler Mensch macht einem deswegen einen Vorwurf.“

8 Gedanken zu “Verarscht worden? So what!?

  1. Wir werden schon seit Jahren „verarscht“ und die „Gegängelung durch den Staat ist auch nichts Neues.
    Seit Jahren hat er (der Staat) sich in immer mehr private Angelegenheiten eingemischt und mit autoritärem Gehabe völlig normales Verhalten sanktioniert und immer mehr Freiheiten der Menschen weggenommen. Nur das Sexualverhalten durfte wild ausufern in alle möglichen Richtungen. (Geil und divers) Die Sprache wurde ebenso überwacht und korrigiert (political correctness) wie die Krümmung der Gurke.
    Wir leben seit Jahren in einem zunehmenden Irrenhaus mit Erziehungsabteilung. Jeder fühlt sich ausserdem berufen, den andern zu korrigieren und abzukanzeln. Das ist noch das Schlimmste, zusammen mit den gutmenschlichen Blockwarten, den Verrätern und Sanktionierern. Wie früher im Iran die Sittenwächterinnen, welche den Frauen den Tschador an die Stirn getakkert haben. Dank Corona mit Lockdown und Quarantäne wird noch dem Letzen klar, dass da etwas ganz gewaltig aus den Fugen geraten ist. Guantanamo ist mittlerweile überall. Einige scheint das sonderbarerweise noch zu freuen.

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  2. Nachdem gerade mal wieder 9/11 Jahrestag war, lasst uns folgendes nicht vergessen. Die vielen intrusiven Massnahmen, wie Kommunikationsueberwachung, Sonderrechte der Behoerden bei ‚Terrorverdacht‘, Roentgen und Befummeln am Flughafen, usw. gibt es alle immer noch. Kaum etwas wurde zurueck genommen. Und mit den Corona-Massnahmen wird es aehnlich sein.

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  3. @Frank Jordan
    Als Lehrer sehe ich Herrn Mende nicht an erster Front, eher im Mangel-Lazarett. Er schreibt ganz nett, aber wie so oft, der Sache hinterher. An erster Front kämpfen Propagandisten wie die Macher von »Fack ju Göhte« und anderem vom Volk geliebten Schrott. Und Journaille wird tatsächlich konsumiert. Die Zunft der schreibenden Opportunisten und der sogenannten alternativen Medien an jedem Ort der Welt muß nun erkennen, wie ihr Versagen ihnen endlich auf die Füße fällt. In einer Zeit, in der eine Meinung Wissen ersetzt, bedarf es anderer Anstrengungen. Welche das sind, kann ich leider auch nicht sagen. Meine Diagnose ist infaust: Vive la stupidité !

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  4. Ein interessanter Artikel von Robert Grötzinger dazu: „Der Staat haßt das Christentum“, weil es klar sagt wer Gott ist. Der Mensch ist nicht Gott, der Staat ist nicht Gott, die UNO ist nicht Gott, die Summe aller Menschen ist niemals Gott (alle Menschen werden Brüder!?)
    Statistik, angewandt auf die „Krise“, ist horizontales wahrscheinliches Denken von Machthabern, ist aber nicht wahr, ist deshalb Fake-News. Ein Mensch ist da, oder nicht da, ist krank oder nicht krank, stirbt oder stirbt nicht. Das setzt die Existenz des Schöpfers voraus. Das ist vertikales Denken auf Gott hin und von Gott her. Das ist eine Tatsache, ist abgeschlossenes Fakt, also ist im Fall der Pandemie nicht eine Statistik von vielen zu untersuchen, sondern der individuelle Einzelfall mit Anamnese. Schon wird alles klarer, dem einzelnen zuordenbar, und vor allem, sehr sehr schmal und überschaubar. Das Virus ist nicht zu leugnen, und für Vorbelastete gefährlich bis tödlich, die Pandemie scheint mir aber ein statistisches Märchen zu sein.
    Fazit: die Anwendung der statistischen Physik auf den Menschen ist nicht zulässig, weil er nicht anorganisch tot, sondern nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist. Mein Eindruck insgesamt ist, daß die Menschen davor stehen, Jahrhunderte alte Irrlehren in Religion und Wissenschaft, inzwischen global verbreitet, endlich zu entlarven!
    Finaler Lesetipp: Wiki von Hellmut Laun, Vater des ehemaligen Weihbischofs von Salzburg. und sein Buch „So bin ich Gott begegnet“

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